Eine gute und eine schlechte Nachricht

Mai 26, 2009

Schlechte Nachricht:

Wie die New York Times heute berichtet, hält der kalifornische Supreme Court das Verbot der gleichgeschlechtliche Ehe aufrecht, welches durch Proposition 8 im letzten November entschieden wurde. Allerdings werden die Ehen, die vor letzten November geschlossen wurden, nicht (wie von rechten Konservativen erhofft) annuliert.

Gute Nachricht:

Obama hat seine Nominierung für Sonia Sotomayor als Supreme Court Richterin bekannt gegeben. Konservative laufen Sturm. Eine liberale Hispanoamerikanerin! Um Gottes Willen.


Zurück in Berlin

Mai 22, 2009

Ich bin nun seit zwei Tagen zurück in Berlin. Meine KumpelInnen, Mama und Brüderchen haben mich vom Flughafen abgeholt und mein exorbitantes Gepäck in den Bus gehievt. Danach Kaffee und Rumschlendern in Berlin Friedrichshain. Bin heute zur Uni gefahren, um mein Bachelor-Thema abzugeben und was soll ich sagen: zurück in Deutschland – keine/r war da, keine/r fühlte sich zuständig. Ich versuche mich in Berlin einzugewöhnen, was schwer ist, wenn dir der Kopf dröhnt (Wetterfühligkeit?) und in der S-Bahn viele so blatant unfrendlich sind. Und in Portland bedankt man sich beim Busfahrer/in, wenn man aus dem Bus aussteigt.

Nächste Woche folgen dann Masterbewerbungen und die Suche nach einem Job, damit ich die nächsten Monate ordentlich was zu tun habe. Außerdem springe ich noch in einen Kurs rein, damit ich meinen Studienabschluss auch verdiene.

Mit schweren Herzen muss ich sagen: Damit ist mein Auslandsabenteuer offiziell beendet. Es hat mir Spass gemacht, nicht nur alles selbst zu erleben sondern auch darüber zu berichten. Ich weiss momentan noch nicht, was mit diesem Blog passiert. Vielleicht kommt ihr in ein paar Wochen mal wieder vorbei und mir ist etwas eingefallen. Vielleicht nicht. Ansonsten bedanke ich mich für eure stetige Aufmerksamkeit und Freude am Lesen. Jetzt sucht euch eine neue Freundin, die im Ausland bloggt – oder fangt selbst einen Blog an. Bloggen ist besser als fernsehen (mit Ausnahme von DSDS, versteht sich von selbst), also ran an die Tofu-Buletten!

Ansonsten kommt morgen in die Linse und feiert mit uns – gegen 9 geht’s los. Meine Band spielt auf und ich trinke nun auch Bier; bin also nun gesellschaftsfähig.

Kisses&Candy

Magda


Abschied, Graduation, Flughafen

Mai 19, 2009

Die letzten Tage waren unglaublich anstrengend, weil Aufwiedersehen sagen und traurig sein unheimlich ermuedend ist. Habe mit fast allen meinen KumpelInnen Abschied gefeiert:

Donnerstag abend hatte die internationale Gang ihr letztes gemeinsame Dinner. Ich habe jedem ein Fotoalbum gemacht, Peter hat uns jedem ein Buch geschenkt und Remi hatte uns herzzerreissende Briefe ins Postfach gelegt. 

Freitag haben wir meinen franzoesischen Bruder morgens um 4 Uhr zum Flughafen gefahren, nachmittags habe ich mit Molly, meiner ACapella Kumpanin, in der Sonne Kuchen gegessen, abends sind wir mit anderen internationalen Studis peruanisch essen gegangen und danach Bier trinken mit Dana und Pooja, meine (Leid)Genossinen aus meinem Franzoesisch Kurs.

Samstag habe ich wie wild gepackt.

Sonntag haben wir fruehs schoen in der Sonne gefruehstueckt und sind anschliessend ein letztes Mal nach Hawthorne gefahren um Ben&Jerrys Milkshake und Kaffee zu trinken. Da unsere Kumpeline Polia uns Karten fuer das Graduation-Dinner geschenkt hat, haben wir abends schoen gegessen, bei Live Musik noch mal ordentlich abgedanct und Fotos mit Reed Praesident Colin Diver gemacht. 

Montag war dann GrDSCF0074aduation der Senior Class. Es war superheiss und der Reed Campus war voll mit Verwandten und der stolzen Abschlussklasse.

 

 

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IMG_2926 Maeve hat ihren Abschluss!

 

IMG_2775 IMG_2830  Magda und Maria am dancen

 Peter, Maria, Colin Diver (Praesident von Reed College), Eva und Polia

 

 

 

 

 

So. Und jetzt sitze ich im Portland Flughafen und warte auf meinen Flug nach New York. Habe eine Stunde geschlafen und bin munter wie ein Eichhoernchen. Eva, Maria und Peter haben mich zum Flughafen gebracht. Einchecken war problemlos. Bald bin ich zu Hause.


Einmal freuen bitte

Mai 14, 2009

Kinder + Musik = ☀! 


verkaufen, verschenken, wegwerfen, packen und… shoppen. Und ein wenig Bachelorarbeit

Mai 13, 2009

Nachdem wir Montag und Dienstag Klamotten und Buecher aussortiert und verkauft haben, und ich ausserdem 4 Pakete voller Buecher Richtung Berlin verschickt habe (stolze 60 Pfund), habe ich gestern angefangen zu packen, damit ich einen Ueberblick habe, ob ich alles in zwei Koffer bekomme (nun koennte man mal anfangen zu beten). Damit das ganze Geld, was wir mit Buecher- und Klamottenverkauf bekommen haben, auch ja nicht der deutschen Wirtschaft zu Gute kommt, waren wir noch einmal shoppen um die niedrigen Preise zu geniessen. Wir sind ein letztes Mal in unseren Lieblingslaeden gegangen (Forever XI, Bath and Body Works, und insbesondere alle Second Hand Laeden in Hawthorne, oh je, wie sehr werde ich diese vermissen…) und haben stundenlang in Powells, Amerika’s groessten Buecherladen, gelesen, Kaffee getrunken und sind durch die verschiedenen Abteilungen gestoebert. 

Gestern haben mir dann ein paar Stimmen gefluestert, dass ich mal ueber meine Bachelor-Arbeit nachdenken muss, habe heute ein Themenvorschlag geschrieben und denke in den naechsten Tagen darueber nach, ob ich dieses auch wirklich behalten moechte, denn die offizielle Themenabgabe-Frist ist schon am 22. Mai. Fuer Themenvorschlaege bin ich offen

In den naechsten Tagen heisst es Abschied nehmen: Remi fliegt Freitag, 15.05., nach San Francisco und begibt sich dann auf einen Hippie Bus Roadtrip durch halb USA, Eva und ich fliegen am 19.05, Maria am 20.05 und Pyotr ein paar Tage spaeter. Muss morgen noch mein Franzoesisch Examen meistern und bin dann offiziell Reed Alumna. Einen Tag bevor ich fliege ist Graduations Feier – meine Senior Kumpels und Kumpelinnen haben somit ihren Bachelor in der Tasche. Und ich fange meine Bachelorarbeit an. Krrr.

 


Endspurt

Mai 8, 2009

Diese Woche, genannt „Reading Week“ (Lesewoche), dient zum Hausarbeiten schreiben und zum Bueffeln fuer die Abschluss-Pruefungen. Es gibt wieder einen riesigen Tisch in der Bibliothekslobby mit Nervennahrung, ausserdem Matratzen zum schlafen, falls man es nicht ins eigene Zimmer zurueckschafft (Distanzen auf dem Campus: 5 Minuten). Habe ein paar Stunden vor Abgabetermin meine beiden letzten Monster 20-Seiten Hausarbeiten abgegeben und bin dann am Abend erst einmal tot ins Bett gefallen. Puenktlich zum Abgabetermin habe ich ein Buch auf meinen Laptop Monitor fallen lassen = Laptop tot. Gluecklicherweise hatte ich Sicherheitskopien von allem, sonst haette ich meine Exmatrikulation eingereicht. Habe dann ein paar Tage ueberlegt, ob ich wirklich einen Mac kaufen soll, denn das ist das einzige, was man hier auf’m Campus bekommt (Steve Jobs, der Mac-Typ, war mal fuer ein Semester hier und bietet der Uni seitdem gute Preise). 

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Zum Jahresende hat der Computershop ein paar letzte Laptops fuer nicht so teuer verkauft und dann hab ich zugeschlagen. Und ich sage euch, ich bin verliebt. Konnte mir umsonst Millionen Programme runterladen (Photoshop, Garage Band, lustige Fotoprogramme etc.) und entdecke jeden Tag eine neue coole Funktion.

Hatte ausserdem diese Woche letzte Proben mit meiner ACappella Gruppe und heute Abend gibt’s ein kleines Abschlusskonzert. Heute morgen habe ich meine letzte Deutsch Tutor-Stunde gegeben und von meiner Schuelerin, die uebrigens bald an der FU studieren wird, einen Kuchen geschenkt bekommen, lecker.

Davor fahre ich mit meinen Kumpels zum Postamt, um Paeckchen abzuschicken (wie bekommt man rund 60 Buecher billig nach Deutschland?!) und zu Hawthorne, um Klamotten zu verkaufen (Hawthorne ist einer der nettesten Kieze hier, mit vielen Zweite Hand Laeden, wo man billig kaufen und verkaufen kann.) Habe schon angefangen, Sachen zu sortieren, auszusortieren, wegzuwerfen, verkaufen, verschenken und werde naechste Woche Probe packen. 

Muss noch zur Bank (Adresse aendern) und ansonsten habe ich das meiste schon erledigt (Steuererklaerung abgegeben und Steuer-Rueckzahlung bekommen, letzte Rechnungen bezahlt, meinen letzten Kurs an der FU gewaehlt). Bin also schon fast in Berlin.

Ein paar Tage nachdem ich ankomme, kommt ihr dann alle in die Linse. Meine Band spielt und ich werd wahrscheinlich auch ein paar Lieder singen (Texte lernen!).


Яenn Fairy Tale

Mai 3, 2009

dscf0455Freitag Mittag hat meine Kumpeline Dana ihre Bachelorarbeit abgegeben, was mit Schampus, einem festlichen  Lorbeer-Kranz als Kopfschmück und das Anbringen eines Stickers an die Wall of Fame der Seniors gefeiert wird.

Renn Fayre hat mit dem Einreichen der Abschlussarbeiten offiziell begonnen: 3 Tage Party, spielen, tanzen und chillen!

Renn Fayre begann mit der Thesis Parade, bei der die Seniors die Rohfassung ihrer Abschlussarbeiten verbrannten, der Schampus in Massen floß, sich alle abknutschten und dann die ganze Horde ins Eliot Hall Gebäude lief, um von Colin Diver, Präsident der Uni, beglückwunscht zu werden. Auf den Fotos seht ihr Dana auf dem Weg ihre Bachelorarbeit zu verbrennen und die drei Madels, Magda, Eva und Maria

Dana auf dem Weg, um ihre Arbeit zu verbrennen die drei Madels

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Hier brennen ein paar Bachelorarbeiten

Der Sekt flog nur so durch die Luft, die Arbeiten brannten, die Marching Band spielte auf und alle tanzten. Ich litt nach einer Weile an absoluter Reizüberflutung inklusive überhöhten Alkoholkonsum, so dass wir nach der Parade erst einmal für ein paar Stunden im deutschen Haus crashten. Danach fertig machen, denn überall auf’m Campus waren Parties. In der SU (Student Union, Partysaal) spielte eine afrikanische Band und danach gab’s Punkrock Party.

Es gab verschieden Lounges, die jeweils ein bestimmtes Thema hatten, z.B. die

  • „Blue Lounge Sub-Free“ (drogenfrei), wo Alkohol und sonstiges unerwünscht ist und wo man Lego spielen kann
  • einen Raum voller Luftballons zum Toben
  • einen Raum mit Matratzen zum chillen und pennen
  • eine Erdnussbutter und Marmeladen Station
  • ein Open-Mic Raum mit Kaffee und Tee, wo jede/r musizieren kann
  • Techno und Dancehall Raum

Samstag war es sonnig und überall aufm Campus gab es verschiedenste Veranstaltungen. Die Departments haben gegeneinander Softball gespielt (Soziologie gegen Anthropologie); es gab eine riesige Rutsche mitten vor Eliott Hall; Schokoladenbrunnen (!!!), Essensstände, Bands und MusikerInnen überall! Ein Highlight waren die  „Pictures“, eine Gruppe  nackter Reedies getunkt in blauer Farbe, die über den Campus rannten und jede/n umarmten und küssten, der/die nicht schnell genug nein schrie – die so genannten „Anti Pictures“ haben die die „Pictures“ mit oranger Farbe gejagt

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Es gab ein großes Festessen genannt „The Feast“, wo wir umsonst mit Lachs, Schwein, Maccaroni&Cheese und Kuchen verköstigt wurden (Reedies konnten im Vorfeld Punkte ihrer Essenskarte dafür sponsern)

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Bands haben draussen gespielt und selbst als es in Strömen regnete, tanzten alle einfach in den Pfützen weiter.

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Abends gab es ein riesiges Feuerwerk mit Musik und gegen Mitternacht gab es eine Überraschung in Form eines bekannten DJ’s, der nur für eine Stunde auflegte, weil er anscheinend unheimlich teuer war (unglaublich, es gibt etwas, was sich Reed nicht leisten kann!). Meine HA (house advisor) Marushka hat dann in der Blue Lounge beim Open Mic ein paar Lieder gesungen, als dann jemand vorschlug, dass ich doch auch mal was singen soll. Habe dann die Gitarre geschnappt und Fidelity gesungen, was mehr oder weniger gut klingt, wenn man schon lallig ist (aber in der alk-freien Zone nicht zugeben will, dass man schon getrunken hat)

Sonntag ging es munter weiter: es gab Unmengen an Spiele, Rodeo-Reiten, mehrere Bluegrass Bands und als Highlight eine Samba Marching Band, die den halben Campus zum tanzen brachte. Außerdem: ein Lube-Wrestling Contest

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Mir wurde auf keinen Fall zu wenig versprochen: Renn Fayre war ein superbes Fest! Absolute Reizüberflutung. Hippie Alumnis überall. Illegale Substanzen en masse. Teenager auf ein paar skurillen Trips… Aber letztendlich lief alles smooth. Die von den Studis organisierten Patrouillen sorgten dafür, dass nur Leute mit gelben Bändchen auf’n Campus waren. Die Wasser- und Bagel-Patrouillen versorgten die Hungrigen und Durstigen. Es war skurill, aber der Spass meines Lebens. 3 Tage durchgetanzt und nun hab ich genügend Power für die letzten Tage: Ab morgen habe ich 72 Stunden, bis ich meine Abschlussarbeiten einreichen muss. Und jetzt: Schlaf.

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