Magda lebt…

April 16, 2009

… nutzt ihre Zeit aber (im akademischen Sinne) nicht immer sinnvoll. Obwohl ich bereits an meinen Abschlussarbeiten werkele, und versuche, zumindest das Meiste meines Lesestoffes auch wirklich zu lesen, habe ich mir vorgenommen, so viel wie möglich hier noch zu erleben und mich mit vielen Leute zu betrinken zu treffen und nicht nur in der Bibliothek zu hocken.

Als Manu in den letzten Wochen hier war, hatte ich zeitweise meine Arbeit niedergelegt (in manchen Ländern nennt man das Streik), und

  • mit Eva und dem deutschen Department einen Filmabend organisiert („What Revolution?“ – Ostdeutschland 20 Jahre nach dem Mauerfall)
  • mit Manu und Alex Reed’s Fetish-Ball besucht (wo Manu und ich tolle Masken getragen haben)
  • war im Kino (Revolutionary Road!) & shoppen & lecker essen (Pizza mit Trüffeln)
  • habe eine tolle Vorlesung von Kimberly Springer zu „Black Feminists’s Critique on Neoliberalism“ gehört
  • einer zukünftige Studentin Reed gezeigt („Host a Prosby“-Programm)
  • unnütze Facebook Tests gemacht (wo u.a. rauskam, dass meine heimliche Nationalität schwedisch ist)
  • ein dekantes Osterfest verlebt, für das Eva extra ein Buffett ins deutsche Haus hat liefern lassen (Dank ihrere Essenskarte, auf der noch so viele Punkte drauf sind)

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  • Und: wir haben ein Dinner im Titanic Style besucht! Dafür wurde extra ein Teil der Mensa abgesperrt und ein original Titanic Dinner aufgetischt. Und wir haben den Dresscode natürlich ernst genommen: Piotry und Remi haben sich über ihre Anzüge Schwimmwesten übergezogen, Maria und Eva spielen die gutbürgerlichen 1. Klasse Madels und ich bin die neureiche, russische Extravaganza.

Dank Eva hier ein paar Fotos:

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Nun geht’s aber in den akademischen Endspurt. For real. Alle Hausarbeiten sind in 3 Wochen fällig, und nebenbei noch Kurse besuchen, lesen, und die anderen tollen non-akademischen Dinge machen, die ich so plane. (z.B. vielleicht mal nen bissel Sightseeing in Portland, ähm). Die Umfragen für eines meiner Research-Projekte („Non-professionelle RockmusikerInnen in Berlin“) habe ich abgeschickt und sammele und analysiere nun die Antworten (liebe MusikerInnen, bitte meine Umfragen ausfüllen ;-) ). Die anderen beiden Hausarbeiten haben zumindest schon ein Thema und Theorie.

Ansonsten: Kaffee trinken und Kuchen essen.


Drag Ball

April 1, 2009
Tunten von rechts nach links: Magda, Alex und Manu

Tunten von rechts nach links: Magda, Alex und Manu

Manu ist hier und zwar pünktlich zum berühmten Dragball, der letztes Wochenende stattgefunden hat. Mehr Infos auf Manu’s Blog. Ich leide an akuter Zeitnot, aber Fotos von uns duften Schnitten werde ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Krönung des Dragkings

Krönung des Dragkings

Krönung der Dragqueen

Krönung der Dragqueen

Heisse Dragqueens

Heisse Dragqueens

Dragkings (Marushi als fescher Businessman)

Dragkings (Marushi als fescher Businessman)

The Catwalk

The Catwalk

Federwimpern! 80er Ohrringe!

Federwimpern! Federboa! 80er Ohrringe! Doppelkinn!

Nie wieder High Heels. Höchstens für Manu

Nie wieder High Heels. Höchstens für Manu


Europop Trash Dance Party

März 2, 2009

Organisiert vom Deutschen, Französischen und Spanischen Haus stieg Samstag abends in der SU (Partyzone Reed’s) die Europop Trash Dance Party, mit allen europäischen Dance Pop Klassikern aus insbesondere den ‘90er Jahren. Ich kann stolz verkünden, dass ich kaum ein Ldscf0147aied kannte (was viel über meinen exzellenten Musikgeschmack aussagt), aber ich hatte trotzalledem unglaublich viel Spass. Zu einer trashy Party gehören nämlich auch coole Kostüme. Und in Sachen verkleiden sind die Reedies SpitzenmeisterInnen. Die Kostüme haben auch ein kleines bisschen gezeigt, wie man hier Europa wahrnimmt – da müssen wir wohl an unserem Image arbeiten… Viel Glitzer, knallenge Leggins in Neonfarben, Netzhemden, Hemden mit Schulterpolstern, Polyester. Erinnert ein wenig an DDR mit viel Sexappeal and Glitter. Hach, und es gab eine Zuckerwatte-Maschine! Und Unmengen an Lollipops! Und Neonröhrchen! Ich liebe dieses unbekannte Europa!

Mehr Fotos: Hier.

PS: Heute hat Konni (Bruder II) Geburtstag!! Endlich 21! Das heisst, dass du jetzt in den USA trinken kannst, oder besser: dass du in Deutschland jetzt schon 5 Jahre trinken kannst!


Magda wird Leistungssportlerin

Februar 10, 2009

Ja, richtig gehört. Ich habe letzte Woche zum ersten Mal einen Fuss in Reed’s Fitnesscenter gesetzt und eine Yoga-Klasse besucht! Wer jetzt denkt Magda, mach doch ma richtigen Sport!, den kann ich beruhigen, denn ich war Samstag morgen auch schwimmen. Ich besitze zwar keinen Badeanzug (Boxershorts und ein Hemd machen’s ja auch) und bin ultra-langsam, aber zumindest habe ich’s noch nicht verlernt. Ich will mich jetzt von meinen mickrigen nach 30 Minuten völlig-fertig-sein auf was-auch-immer mein unsportlicher Körper in den restlichen Monaten so schafft steigern. Morgen gehen María, Eva und ich wieder schwimmen und Donnerstag wahrscheinlich zu Yoga und dann squashen. Wie ihr seht, fahre ich hier ein absolutes Hardcore Programm. Apropos Hardcorde: Keine zwei Wochen Uni und schon schreibe ich an meiner ersten Arbeit für meinen social movements Kurs. Mir schwirrt schon der Kopf von Marx, Überbau und Basis… Aber nun – peitsch – zurück an die Arbeit. Schlaf kann bis nächstes Jahr warten!


Amtseinführung Obamas (außerdem: wie Magda den Feueralarm auslöste)

Januar 20, 2009

Guten Abend. Ich bin gerade zurück nach Portland gekommen und dementsprechend sehr glücklich. Das ist aber nicht das wichtigste Ereignis heute, dem 20. Januar 2008, sondern selbstverständlich die Amtseinführung Obamas. (Inauguration). „Ein historischer slide_863_15123_large1Moment“ – wie mehrmals im amerikanischen Fernsehen erwähnt – war die Amtseinführung Obama’s allemal. Nach der wunderbaren Aretha Franklin, einem klassischen Quartett und einer nervösen aber berührenden Poetin Elizabeth Alexander wurde President Elect Obama Punkt 12 Uhr Mittag zum 44. Präsident der US of A – noch bevor er etwas stolperig aber symphatisch den Amts-Eid aufsagen konnte.

Seine Rede war wie immer intelligent, politisch korrekt und den-richtigen-Nerv treffend. Irgendwie gruselig.

Auf Sociological Images, meiner neuen Lieblingsseite, habe ich folgende Graphik gefunden, die nach Häufigkeit sortiert die Schlüsselwörter hervorhebt, die Obama in seiner Rede benutzte. Die gelb-hervorgehobenen Wörter sind jene, die verglichen mit anderen Amtseinführungs-Reden überproportional oft verwendet wurden.

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Ich habe bis ungefähr 13 Uhr (bis ich zum Flughafen musste) und dann wieder im Flugzeug quasi den ganzen Tag CNNslide_863_15174_large geguckt und Obama auf jeden seiner Schritte begleitet. Inklusive seiner Party-Tour, bei der das frischeingeschworene Präsidenten-Ehepaar auf zehn Bällen kurze Reden hielt und jeweils ein Tänzchen hinlegte. Großes Thema ürbigens auch Michelle Obamas Kleid, welches laut einer „Fashion Expertin“ leider nicht überzeugte. Ich mag CNN. Wirklich. Aber Berichte über Michelle Obamas Garderobe (und die der anderen Damen des Abends) sind wirklich lächerlich.

Hier zwei interessante Links zu den Obama’s:

  • Obama ist nun Präsident. „Und nun?“ fragt sich Bernd Volkert in der Jungle World:

Was wird aus der riesigen Grassroots-­Bewegung, die Obamas Wahlkampf unterstützt hat? Wird sie in die Demokratische Partei integriert oder bildet sie künftig eine unabhängige politische Struktur

PS: Ich habe gerade den Feueralarm in meinem Zimmer aktiviert. Zu viele Kerzen, mit denen ich versucht habe, etwas Wärme in diesen kalten Raum zu bringen. Nach einem hektischen Kerzen-Auspusten und Fenster aufmachen ging der Alarm dann wieder aus. 5 Minuten später klopfte die Campus-Polizei an meine Tür, um sich zu vergewissern, dass ich das Reed College nicht abrenne. Ich habe überzeugend erklärt, dass ich ohne die Kerzen fast erforen wäre und mich tausendmal entschuldigt. Anstatt mich zu ermahnen, bemitleidete mich der Sicherheitstyp und meinte: „Ich will doch nicht, dass dir kalt ist!!“ und wünschte mir eine tollen Abend. Meinen Namen musste er trotzdem aufschreiben. Wahrscheinlich komm ich jetzt auf ‘ne schwarze Liste.


Langsam kommt’s mir aus den Ohren raus…

Januar 13, 2009

… und Sarah Haskins ebenfalls.

Nachdem ich in den letzten Wochen einen wahren Fernseher- und Film-Marathon hinter mir habe*, möchte ich mir am liebsten den Finger in den Hals stecken. Aber dann würden ich dem amerikanischen Fernsehen einen Gefallen tun: Thema Diät-Werbung. Argh. Bald kommt der Frühling und dafür muss der Bauch gefälligst straff sein. Ich kann keine Sendung gucken und mir etwas zuckriges in den Mund stecken ohne mit Diät-Werbungen belästigt zu werden. Auf Grund meiner Kommentare will Debi, meine Hostmom, mt mir nicht mehr fernsehen. Sarah Haskins hat diesen ganzen scheinheiligen Diäten-Kram wunderbar zusammengefasst:

*Ich bin vor einigen Tagen zurück nach Columbia, SC gefahren, wo ich wieder bei ein paar Kumpels lebe. Weil hier unter der Woche quasi nix zu tun ist, wählen wir jeden Tag ein Thema, zu dem wir dann den ganzen Tag (ja!) Filme gucken. Montag war „Kriegsfilme“ (z.B. ‘Escape from Sobibor’), heute war das Thema „Zeitreise“ (‘Zurück in die Zukunft’ 1-3, ‘Time Machine’) und morgen wahrscheinlich Horror. Also alles sehr reizend hier.

Top 5 der Kuriositäten

November 19, 2008

Ich liebe ja die kleinen, obskuren Dinge im Leben. Und die USA sind irgendwie prädestiniert für solche Lacher. Deshalb lohnte es sich auf jeden Fall, ein kleines Album der Kuriositäten zusammenzustellen. Hier meine Favoriten:

1. Ich trinke Milch. Und zwar Milch, die von Kühen kommt. Unglaublich, aber wahr: „This milk comes from cows!“

2. Anscheinend halten die Amis folgende Vokabeln für essentiell im Französisch-Unterricht:

(zu deutsch: fett werden, dünn werden)

3. Ehrlichkeit scheint hier noch eine Tugend zu sein:

(zu deutsch: „Hast du hier heute (Donnerstag) zwischen 10Uhr morgens und 12Uhr mittags eine (semi-)große Summe an Geld liegen gelassen? Frag bei uns nach!„)

4. „Not for Girls“ („Nicht für Mädchen“) Ein Schokoriegel, der offenbar nicht in die Hände von Mädels gelangen sollte. Gefunden im Reed Bookstore. Und gleich gekauft. Und gegessen. Hmmmm.

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5. Ach übrigens: Wenn ihr denkt, dass euch das Web Anonymität gewährt, habt ihr euch geschnitten: Ich kann nämlich sehen, mit welchen Suchbegriffen ihr meine Seite gefunden habt. Meine persönliche Top 5

  1. magdarock sportland (yeah right!)
  2. rap parade in russland (??)
  3. französchische tagesdecken (???)
  4. nackedeis (ungefähr 5 die Woche – wtf?!)
  5. magda + sex + schnappi (oh bitte)

„scroungers“

November 10, 2008

Diesen Eintrag hatte ich schon lange geplant, denn folgende kleine Anekdote ist mal wieder klassisches Beispiel für proto-REED-ishes Verhalten. An dieser Schule gibt es scroungers. Jawohl: Scroungers (= SchnorrerInnen). Dies sind meistens Leute aus höheren Klassen, die keinen Essensplan haben (der billigste Meal-Plan kostet $4000 pro Jahr, der teuerste $5000!), sondern stattdessen das übriggebliebene Essen der anderen StudentInnen essen. Jawohl. Sie verputzen die Reste! Es gibt spezielle scrounger-Tische, auf denen Reedies ihre Reste abstellen, und wenn’s nicht gerade pappige Cornflakes sind, tümmeln sich auch bald ein paar mehr oder weniger arme und hungrige scroungers um den Tisch. Mehr oder weniger ‘arm’ deshalb, weil María letztens einen scrounger mit einer Gucci Brille sah – es scheint also nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus Prestige-Gründen erstrebenswert, ein scrounger zu sein. In der Orientierungswoche hat man uns erzählt, dass dies eine Tradition am Reed College sei und die scroungers keinesfalls komische SchmarotzerInnen sind. Unser Koordinator erzählte uns, dass viele StudentInnen kaum abwarten können, nicht mehr dem Zwang eines Essensplans unterworfen zu sein (die Erstsemester müssen einen Essensplan wählen) und es absolut cool finden, zu scroungen. Es ist wirklich gewöhnungbedürftig, meine Reste auf einen Tisch abzustellen und zu beobachten, wie ein paar crazy College-Kids hungrig mit ihren Gabeln in meinem halbaufgegessenen Spaghettis rumwühlen. Es gibt dennoch Regeln des scroungens, die Wichtigsten sind:

  1. Wenn du krank bist, gib es nicht den scroungers, sondern wirf dein Essen weg!
  2. Scroungers dürfen dich nicht nach Essen bitten. Es muss ein freiwilliger Akt sein, den scroungers etwas Essen abzugeben!
  3. Essen auf dem Scrounger-Tisch gehört jedem/jeder.

Es gab mehrere Versuche, die scroungers aus der Mensa zu vertreiben, aber die Reedies lieben ihre kleinen, absurden Traditionen und deshalb bleibt scrounging Bestandteil der Reed Kultur. Die scroungers haben sogar eigene T-Shirts (dafür hat das Geld gereicht), was wohl beweist: wenn schon schmarotzen, dann mit Stil!

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Magda ist schuld

Oktober 29, 2008

Magda ist schuld, dass McCain gewinnt.

Ärger deine Freunde und personalisiere ihnen hier ein Video.

Danke Manu, du Gurke.


Tina Fey als „Sarah Palin“ und Ami Poehler als „Hillary Clinton“

September 14, 2008

Ein wenig Sarah Palin-Bashing von Saturday Night Live gefällig? Nicht nur lustig für Leute, die fließend Englisch können… Tina Fey ist ein Rockstar!