Abschied, Graduation, Flughafen

Mai 19, 2009

Die letzten Tage waren unglaublich anstrengend, weil Aufwiedersehen sagen und traurig sein unheimlich ermuedend ist. Habe mit fast allen meinen KumpelInnen Abschied gefeiert:

Donnerstag abend hatte die internationale Gang ihr letztes gemeinsame Dinner. Ich habe jedem ein Fotoalbum gemacht, Peter hat uns jedem ein Buch geschenkt und Remi hatte uns herzzerreissende Briefe ins Postfach gelegt. 

Freitag haben wir meinen franzoesischen Bruder morgens um 4 Uhr zum Flughafen gefahren, nachmittags habe ich mit Molly, meiner ACapella Kumpanin, in der Sonne Kuchen gegessen, abends sind wir mit anderen internationalen Studis peruanisch essen gegangen und danach Bier trinken mit Dana und Pooja, meine (Leid)Genossinen aus meinem Franzoesisch Kurs.

Samstag habe ich wie wild gepackt.

Sonntag haben wir fruehs schoen in der Sonne gefruehstueckt und sind anschliessend ein letztes Mal nach Hawthorne gefahren um Ben&Jerrys Milkshake und Kaffee zu trinken. Da unsere Kumpeline Polia uns Karten fuer das Graduation-Dinner geschenkt hat, haben wir abends schoen gegessen, bei Live Musik noch mal ordentlich abgedanct und Fotos mit Reed Praesident Colin Diver gemacht. 

Montag war dann GrDSCF0074aduation der Senior Class. Es war superheiss und der Reed Campus war voll mit Verwandten und der stolzen Abschlussklasse.

 

 

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IMG_2926 Maeve hat ihren Abschluss!

 

IMG_2775 IMG_2830  Magda und Maria am dancen

 Peter, Maria, Colin Diver (Praesident von Reed College), Eva und Polia

 

 

 

 

 

So. Und jetzt sitze ich im Portland Flughafen und warte auf meinen Flug nach New York. Habe eine Stunde geschlafen und bin munter wie ein Eichhoernchen. Eva, Maria und Peter haben mich zum Flughafen gebracht. Einchecken war problemlos. Bald bin ich zu Hause.


verkaufen, verschenken, wegwerfen, packen und… shoppen. Und ein wenig Bachelorarbeit

Mai 13, 2009

Nachdem wir Montag und Dienstag Klamotten und Buecher aussortiert und verkauft haben, und ich ausserdem 4 Pakete voller Buecher Richtung Berlin verschickt habe (stolze 60 Pfund), habe ich gestern angefangen zu packen, damit ich einen Ueberblick habe, ob ich alles in zwei Koffer bekomme (nun koennte man mal anfangen zu beten). Damit das ganze Geld, was wir mit Buecher- und Klamottenverkauf bekommen haben, auch ja nicht der deutschen Wirtschaft zu Gute kommt, waren wir noch einmal shoppen um die niedrigen Preise zu geniessen. Wir sind ein letztes Mal in unseren Lieblingslaeden gegangen (Forever XI, Bath and Body Works, und insbesondere alle Second Hand Laeden in Hawthorne, oh je, wie sehr werde ich diese vermissen…) und haben stundenlang in Powells, Amerika’s groessten Buecherladen, gelesen, Kaffee getrunken und sind durch die verschiedenen Abteilungen gestoebert. 

Gestern haben mir dann ein paar Stimmen gefluestert, dass ich mal ueber meine Bachelor-Arbeit nachdenken muss, habe heute ein Themenvorschlag geschrieben und denke in den naechsten Tagen darueber nach, ob ich dieses auch wirklich behalten moechte, denn die offizielle Themenabgabe-Frist ist schon am 22. Mai. Fuer Themenvorschlaege bin ich offen

In den naechsten Tagen heisst es Abschied nehmen: Remi fliegt Freitag, 15.05., nach San Francisco und begibt sich dann auf einen Hippie Bus Roadtrip durch halb USA, Eva und ich fliegen am 19.05, Maria am 20.05 und Pyotr ein paar Tage spaeter. Muss morgen noch mein Franzoesisch Examen meistern und bin dann offiziell Reed Alumna. Einen Tag bevor ich fliege ist Graduations Feier – meine Senior Kumpels und Kumpelinnen haben somit ihren Bachelor in der Tasche. Und ich fange meine Bachelorarbeit an. Krrr.

 


Endspurt

Mai 8, 2009

Diese Woche, genannt „Reading Week“ (Lesewoche), dient zum Hausarbeiten schreiben und zum Bueffeln fuer die Abschluss-Pruefungen. Es gibt wieder einen riesigen Tisch in der Bibliothekslobby mit Nervennahrung, ausserdem Matratzen zum schlafen, falls man es nicht ins eigene Zimmer zurueckschafft (Distanzen auf dem Campus: 5 Minuten). Habe ein paar Stunden vor Abgabetermin meine beiden letzten Monster 20-Seiten Hausarbeiten abgegeben und bin dann am Abend erst einmal tot ins Bett gefallen. Puenktlich zum Abgabetermin habe ich ein Buch auf meinen Laptop Monitor fallen lassen = Laptop tot. Gluecklicherweise hatte ich Sicherheitskopien von allem, sonst haette ich meine Exmatrikulation eingereicht. Habe dann ein paar Tage ueberlegt, ob ich wirklich einen Mac kaufen soll, denn das ist das einzige, was man hier auf’m Campus bekommt (Steve Jobs, der Mac-Typ, war mal fuer ein Semester hier und bietet der Uni seitdem gute Preise). 

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Zum Jahresende hat der Computershop ein paar letzte Laptops fuer nicht so teuer verkauft und dann hab ich zugeschlagen. Und ich sage euch, ich bin verliebt. Konnte mir umsonst Millionen Programme runterladen (Photoshop, Garage Band, lustige Fotoprogramme etc.) und entdecke jeden Tag eine neue coole Funktion.

Hatte ausserdem diese Woche letzte Proben mit meiner ACappella Gruppe und heute Abend gibt’s ein kleines Abschlusskonzert. Heute morgen habe ich meine letzte Deutsch Tutor-Stunde gegeben und von meiner Schuelerin, die uebrigens bald an der FU studieren wird, einen Kuchen geschenkt bekommen, lecker.

Davor fahre ich mit meinen Kumpels zum Postamt, um Paeckchen abzuschicken (wie bekommt man rund 60 Buecher billig nach Deutschland?!) und zu Hawthorne, um Klamotten zu verkaufen (Hawthorne ist einer der nettesten Kieze hier, mit vielen Zweite Hand Laeden, wo man billig kaufen und verkaufen kann.) Habe schon angefangen, Sachen zu sortieren, auszusortieren, wegzuwerfen, verkaufen, verschenken und werde naechste Woche Probe packen. 

Muss noch zur Bank (Adresse aendern) und ansonsten habe ich das meiste schon erledigt (Steuererklaerung abgegeben und Steuer-Rueckzahlung bekommen, letzte Rechnungen bezahlt, meinen letzten Kurs an der FU gewaehlt). Bin also schon fast in Berlin.

Ein paar Tage nachdem ich ankomme, kommt ihr dann alle in die Linse. Meine Band spielt und ich werd wahrscheinlich auch ein paar Lieder singen (Texte lernen!).


20. Mai

April 3, 2009

Magda kommt zurueck: 20. Mai um 9:40 morgens.

Bis dahin habe ich noch 3 Hausarbeiten, 2 Forschungsprojekte, 2 Franzoesisch Essays + eine Pruefung.

Und ganz viel Party.

Und ganz viel Abschiedsschmerz. Aber ich freue mich auf euch…!


Geschafft!

März 13, 2009

In der letzten Woche habe ich 2 fette Hausarbeiten und ein Essay geschrieben und zu meinem Glück diese Woche noch eine Mini-Analyse in Französisch dazubekommen. Aber das ist nun Vergangenheit, denn ich habe gerade meinen letzten Satz geschrieben. Hell Yeah. Hausaufgaben drucken, einreichen und mal ‘ne Runde chillen ist nun angesagt. Heute Abend geht’s dann wahrscheinlich ins Kino „Watchmen“ angucken und morgen wird ausgeschlafen, Kofferchen gepackt, Haare gefärbt und sich ganz doll auf Hawaiiii gefreut. Sonntag Mittag gehts los auf die kleine Insel O’hau mitten im pazifischen Ozean. María, Remi und ich (aber am meisten María) sind die besten last-minute UrlaubsplanerInnen die’s so gibt – Hostel und Auto sind seit gestern nun auch gebucht. Spitzenleistung.

Hier könnt ihr ein wenig mit Google rumspielen und euch angucken, wo ich bald im Pazifik schwimmen werde.

Ansonsten:

Ich war Mittwoch vormittag mit Eva beim Gender Symposium im Lewis&Clark College, das zweite private, liberal arts College in Portland, weil sich ein Teil dessen mit Deutschland beschäftigte. Das Symposium wurde hauptsächlich von Reed oder Lewis&Clark Studis und Profs durchgeführt und die Vorträge waren allesamt sehr interessant. Hier der Ausschnitt:

Engendering Germany

Moderator: Maureen Healy, LC Associate Professor of History
Jacqueline Dirks, Cornelia Marvin Pierce Professor of History and Humanities, Reed College, and Devin McGeehan Muchmore, Reed College student, “Mädchen in Uniform: German Girlhood, Lesbian Representation, and Anti-Fascist Politics in Interwar America”
Luke Rodeheffer, LC student, “Female Homosexuality and National Socialism: Policy and Persecution”
Emily Katzman, LC student, “Women in Post-WWII Germany”
Maureen Reed, Adjunct Professor, Portland State University, “Memoirs of a Rabenmutter: What Happened When a New American Mom Went to Old Europe”

Donnerstag nachmittags hat mich dann mal wieder meine Hostfamily getroffen, Tochter 1 beim Basketball spielen zugeguckt, mit Tochter 2 gesungen und mit der Family Falafel gegessen. Um 9 dann schnell zurück zum Campus, A Capella Probe und nachts die letzten Hawaii Planungen. So. Und jetzt werde ich ganz groß mit roter Farbe „Freiheit“ an meine Wand sprühen.


Aloha

Februar 27, 2009

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich euch noch gar nicht die Nachrichten des Monats mitgeteilt habe: María, Remi und ich haben vor ein paar Wochen unsere irgendwie spontanen spring break Pläne in die Tat umgesetzt und unsere Tickets nach Hawaii gebucht! HAWAIIIIIIII!!!

Nachdem Remi uns vor einiger Zeit erzählte, dass wir die Möglichkeit hätten, im Haus von ein paar Freunden seiner Host Family in Hawaii zu übernachten, wurde die Idee in Stein gemeißelt. Sonntag (15. März) geht’s los und Dienstag (24. März) früh gegen 7 Uhr kommen wir zurück, so dass ich vom Flughafen sozusagen in den Klassenraum reinstolpere.

Ansonsten geht es mir ganz gut, meine Kurse laufen prima und halten mich ordentlich beschäftigt. Habe schon meine ersten Arbeiten eingreicht, und gleich neue aufbekommen. Pro Kurs werde ich dieses Semester auf 2-3 kleinere Hausarbeiten von je 5-7 Seiten kommen, plus die Abschlussarbeiten von 10-15 Seiten. Da ich mich an das Arbeitspensum gewöhnt habe, schocken mich die vielen Arbeiten nicht mehr so sehr. Eine Menge Kaffee und wenig Schlaf wird mich auch dieses Semester durchbringen.

Links der Woche

Ein prima Video zur Sex Erziehung in den 1960ern USA Style.

Amerikaner und Religion: Checkt mal South Carolina (dunkelgrün) und Oregon (weiss) aus

TAZ: „Hardcore -Begriff ist jetzt rechte Marke“ (thx Adamski)


Ab in den Süden!

Oktober 17, 2008

Puh. Einmal tief durchatmen. Die letzte Woche war arbeitsreich und vor allen Dingen schlaflos. Habe nun zwei Hausarbeiten eingereicht und ein Französisch Examen geschrieben. Habe noch eine Hausarbeit in Soziologie dazu bekommen („oops, vergessen!“), für die ich aber noch 10 Tage Zeit habe. Dann noch eine kommentierte Bibliographie abgeben und meine mid-terms (Mid-Semester-Prüfungen) sind abgeschlossen.

Aber erst einmal muss ich meine heute beginnenden Ferien ein paar Tage geniessen: Heute Nacht um 23:50Uhr fliege ich nach New Orleans und werde dort bis Donnerstag ein paar Kumpels und Kumpelinnen besuchen, die ich von der FU kenne, entspannen (!!) und ein wenig das Nachtleben unsicher machen. Jazz Baby! Irgendwie ist mir erst vor ein paar Tagen aufgefallen, dass ein Übernacht-Flug mir ja irgendwie keinen Schlaf geben wird, aber hey, Rock’n'Roll, n’est-ce pas? So, muss noch den Rucksack packen, den ich mir aus dem Backpack Co-Op ausgeliehen habe (man bekommt hier wirklich alles ausgeliehen: Sportausrüstungen, Wanderschuhe, Rucksäcke, Fahrräder etc.) dann schnell was essen, Busroute raussuchen (oder Taxi bestellen), 2 Minuten chillen und dann: Ab in den Süden!


Ich packe meinen Koffer…

August 19, 2008

… und darf 2×23kg mitnehmen. Nach ein paar Mal umpacken, rauswerfen, wieder einsortieren, fluchen und schreien, die Waage treten und auf den Koffer setzen kann ich nun zwei Nachrichten verkünden: 1. Ich werde auf jeden Fall in die USA einreisen, und zwar mit zwei prall gefüllten Koffern, einer Gitarre und Handgepäck (welches jetzt vollgepackt ist mit all meinen Büchern, zwecks Verringerung der erstgenannten Koffer). 2. Ich werde nie wieder aus den USA ausreisen. Kaufe ich nur ein T-Shirt, platzen meine Koffer und all meine Kleider werden über das Rollfeld verteilt. Andererseits bin ich mir auch nicht so sicher, ob ich überhaupt durch die immigration komme. Wenn die meine Koffer sehen, denken die bestimmt, ich versuche meine gesamte Familie in die USA zu schmuggeln, inklusive Pferd und Hof.

Jetzt schaffe ich alle aussortierten Teile in den Dachboden meiner Mutter, wo meine restlichen Möbel und Sachen stehen und kann dann behaupten: Mein gesamtes Leben steckt in zwei Koffern. Morgen geht’s los: 11:25 Tegel via New York und dann direkt nach Portland/Oregon. Hoffentlich steht meine Übergangs-Gastfamilie am Flughafen, ansonsten muss ich die erste Nacht auf einer gemütlichen Parkbank schlafen.


Final Countdown

August 12, 2008

Die vergangenen zwei Wochen habe ich abwechselnd mit feiern, tschüß-sagen, Besorgungen erledigen und entspannen verbracht, um dann mit Schrecken festzustellen, dass da ja noch Hausarbeiten sind, die endlich vom Tisch wollen. Um den letzten Haken auf der To-Do Liste verdientermaßen zu setzen, bemühe ich meine Gehirnzellen in den nächsten Tagen noch ein letztes Mal, um diese dann wieder mit einer Menge Schlafentzug und einem Zaubergetränk, welches mit T beginnt, zu quälen.

Aber Butter bei ‘de Fische: Langsam sollte ich mir Gedanken machen, wie ich mein Zeug in zwei Koffer bekomme und welche Gastgeschenke ich den lieben Helferlein mitbringe, die u.a. dafür verantwortlich sind (oder werden), dass ich solch ein Auslandsjahr verleben darf. Die ersten Tage werde ich übrigens bei einer Gastfamilie verbringen, die „speziell auf meine Interessen abgestimmt wurden“, denn ihre Hobbies sind: Wandern, Fahrrad fahren, Campen und Kanu fahren. Aber sie mögen auch Musik und ich solle mich schon mal darauf vorbereiten, den Kindern deutsche Lieder beizubringen. Ich denke, dass ich mit Tokio Hotel anfange :-)

Zu meinem Glück haben Oren und Julie zwei kleine Töchter (Mica, 9 und Tali, 6), dann fällt es eventuell nicht so sehr auf, wenn ich auf unseren zukünftigen Bergsteig-Wander-Fahrrad-Camping Touren andauernd quäke: „Ich habe Hunger, ich habe Durst, ich muss auf Klo, wann sind wir da?“. Ich bin aber ganz im Ernst ziemlich froh, dass Julie mich vom Flughafen abholt, weil ich sonst wahrscheinlich nachts in einer fremden Stadt ziemlich überfordert wäre.

Bei der Host-Family bleibe ich voraussichtlich nur einen Tag, weil ich ab dem 22. August schon mein Zimmer (ein Einzelzimmer, jucheee) beziehen darf und die Orientierungsveranstaltungen für internationale StudentInnen beginnen. Dort sollen wir uns gegenseitig beschnuppern, kriegen einen Crash-Kurs in amerikanischer Kultur und bekommen außerdem die Möglichkeit, unsere Zimmer mit allem nötigen auszustatten. Diese Orientierungszeit dauert bis zum 1. September und wird in etwa so ablaufen. Ab dem 2. September fangen dann die Kurse an, hoffentlich jene, die ich mir jetzt schon ausgeguckt habe.

Aber erst mal muss ich überhaupt den Ozean überqueren und mich am fiesen Immigrations-Prozess vorbeischleichen. Um die Sache zu erleichtern, sollte ich meine Haare braun färben, einen Bush-Annäher kaufen und meine Gitarre zu Hause lassen.