Hawaii: Wilde Tiere und Natur pur

März 24, 2009

21. März: Es war der offiziell schööönste Tag meines Lebens, denn ich habe mir einer meiner größten Wünsche erfüllt: María und ich sind mit Haien geschwommen, und zwar auf offener See, in einem stahlsicheren Käfig umringt von ungefähr zwanzig 1 bis 2.5m langen Sand- und Tigerhaien.

Der Kapitän und der Haikäfig im Hintergrund

Der Kapitän und der Haikäfig im Hintergrund

Mittags gegen 12 ist das kleine Boot losgedüst, ungefähr 3 Meilen Richtung unendlich tiefer blauer Ozean. Als wir den Käfig so auf offener See erblickten, wurde uns schon ganz murmelig. Schlecht war uns sowieso schon, denn die Wellen schlugen ziemlich hoch und das Boot bog sich gewaltig. Einer der Herren warf dann ein paar Leckerbissen ins Wasser, welche nach ein paar Sekunden von den ersten Rudeln Haien genüßlich verschlungen wurden. Bald reckten so ungefährhttp://www.mhabluetzel.ch/Haie/Sandhai%201%20150x100.jpg 10 Flossen um unser Boot herum aus dem Wasser. Zuerst stiegen die ersten fünf mutigen Leute in den Käfig. Zu unserem Schrecken wurde der Käfig dann vom Boot gestossen, hing nur noch mit einem Seil befestigt im Wasser und schwang dort so fröhlich hin und her. Nach zwanzig Minuten wurde ausgewechselt und María und ich stiegen in den Käfig. Mit meiner Unterwasserkamera habe ich hoffentlich ein paar gute Bilder machen können, weiss es aber nicht, da es unheimlich geschaukelt hat (Bild rechts von google geklaut). Die Haie kamen ziemlich dicht an den Käfig und die besonders die Augen waren faszinierend. Der größte Sandhai war ungefähr 2.5m lang und schwomm schön langsam an uns vorbei. Wir haben unsere Füsse und Hände schön an die sicheren Stangen gekrallt, damit wir auch ja keinen Finger verlieren!

Danach sidscf0053nd wir an den Schildkröten Strand gefahren und haben ein paar coole Turtles besucht.

dscf00801Außerdem haben wir den Sonnenuntergang in Hawaii genossen

22. März: An diesem schönen Tage sind wir im Weimea Valley spazieren gegangen, eine schöne gartenmäßige Wanderstrecke, die am Ende in einem Wasserfall mündet (Achtung LOST Fans!). Die Flora&Fauna des Gebiets war wunderschön. Ein wahrhaftiges Paradies mit irren Farben und Geräuschen!

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23. März: Letzter Tag. Einmal gaaaanz früh aufstehen, Sachen packen und nach Waikiki zurückfahren, denn wir wollten eine Wal-Tour mitmachen. Auf einem großen Schdscf0091iff mit dem glitzernden Namen Starlett saßen wir umringt von Familien und japanischen Touris und hofften auf ein paar beeindruckende Wale. Leider zeigte sich immer nur sehr weit weg von uns hier und da eine Walflosse; ich war aber sehr zufrieden mit der sonnigen Schifffahrt und der tollen Kulisse. Letzer Tag in Hawaii… Abends ging’s zum Flughafen und dann mit einem Nachtflug zurück nach Portland.

24. März: Heute Morgen sind wir mehr oder weniger frisch und munter gelandet. Habe eine Arbeit im Flugzeug beendet und pünktlich 10 Uhr Deadline abgeschickt. Als wir @Reed ankamen, wartete in meinem Zimmer schon eine Überrschaung: Manu war aus Deutschland angereist und hatte es sich schon in meinem Zimmer bequem gemacht. Um 1 ging dann wieder die Uni los. Nächste zwei Arbeiten kündigen sich schon nächste Woche an. Back to work!

Eine Menge Fotos gibt’s hier.

Und zu guter Letzt noch ein paar Videos:

Hai-Tour (leider kann man die Haie nicht so richtig sehen)

Ausblick über Oahu auf unsere Wandertour

Byodo-In Temple

Sandy Beach und ein paar krasse Wellen

Hula-Tanz Klasse


El Paradiso

März 22, 2009
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Sandy Beach

18. März: Morgens sind wir ins Auto gesprungen, um die Ostküste nordwärts nach schönen Stränden Ausschau zu halten. Traumhafte Kulissen, strahlender Sonnenschein, Palmen und weißer Sand. Wie im Bilderbuch. Der Strand mit dem klangvollen Namen Sandy Beach war vor einer wunderschönen Bergkulisse und sehr verlockend, denn die Wellen schlugen hoch; laut eines roten Schilds gefährlich hoch. Ins Wasser reinzukommen war schon schwer, denn man musste einen günstigen Moment abwarten, schnell reinsprinten und hoffen, dass man nicht von den Wellen wieder ans Land gespült wird. Ein paar blutige Schrammen folgten, denn das Wasser war unglaublich mächtig. Mit Natur ist halt nicht zu scherzen. Der Strand ist auf Grund der guten Wellen auch sehr beliebt bei Surfern.

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Blick über Oahu

Nach dem Baden sind wir auf einer Mini-Wandertour einen kleinen Berg hochgegangen, auf dessen Spitze man halb Oahu überblicken konnte. Beeindruckend waren besonders die Wassermassen, die sich um die Insel herum bis ins Unendliche ziehen. Es ist ein ganz eigenartiges Gefühl zu wissen, dass Hawaii ein klitzekleiner Punkt im riesigen Pazifik ist. Das beste Erlebnis des Tages waren die Wale, die wir von weitem beobachten konnten. Wir sahen mehrere Rudel, die zwar ziemlich weit entfernt, aber noch sichtbar im Wasser spielten. Unglaublich!

19. März: Magda hat Geburtstag. Und zwar 3mal. Nach deutscher, oregonscher und hawaiianischer Zeit. Nun bin ich alt wie ein Baum mit 23 Ringen.

dscf01901Es war warm, aber etwas bedeckt, also heute mal kein schwimmen im azurblauen Wasser. Wir schnappten uns unser Leihauto und fuhren an der Westküste entlang, um den Byodo-In Temple im Valley of the Temples zu besichtigen, ein Tempel erbaut nach japanischem Vorbild zu Ehren der ersten japanischen Einwanddscf0170erInnen in den 1960ern. Auf dem Weg dahin hielten wir an einer Straßenecke, um ein paar Kokosnüsse und Bananenchips zu kaufen und picknickten an einem schönen Palmenstrand. María und Remí sangen Happy Birthday für mich und ich durfte die Kerzen auf meinen Geburtstags-Doughnut auspusten. Danach fuhren zum besagten Tempel, der inmitten eines Friedhofes gelegen war; sehr beeindruckend vor einer Gebirgskulisse, die halb im Nebel lag.

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María und ich vor dem Byodo-In Temple

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Byodo-In Temple

Abends sind María und ich ein wenig Touri-shoppen gegangen und trafen uns dann mit Remí in der Cheesecake Factory um ein anständiges Geburtstags-Mahl zu schnabulieren.

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Die MitarbeiterInnen haben ein Geburtstagsständchen gesungen und ich habe Eis und Käsekuchen bekommen. Hmm. Schokoladen-Käsekuchen. Vollgestopft und glücklich sind wir dann ins Bett gefallen. Remi hat mir mein Geburtstagsgeschenk von Piotr, dem Russki, gegeben, ein Buch, dass How to talk about books you haven’t read (Wie man über Bücher redet, die man nie gelesen hat) heißt. Genau das richtige Buch für mich, um mein Lesepensum in Reed ein wenig einzuschränken.

Am nächsten Tag mussten wir unsere Sachen packen und Honolulu auf Wiedersehen sagen. Es ging Richtung Norden, zum Northshore, wo es weniger touristisch als der Waikiki Strand im südlichen Honolulu ist, super Wanderrouten gibt und die Wellen unglaublich sind. Hier finden z.B. diese ganzen Surfwettbewerbe statt.

20. März: Wir haben gegen 9 Uhr morgens unsere Sachen gepackt und ins Surfer-Dörfchen Haleiwa gefahren, wo unser Hostel im Norden Oahu’s liegt. Auf dem Weg dahin sind wir an ein paar Stränden angehalten, um zu schwimmen. Hadscf0065be ein wenig zu viel Sonne abbekommen, und hatte dann ordentlich Kopfschmerzen. Obwohl ich mich hier alle 30 Minuten mit Sonnencreme einschmiere, habe ich mit heute einen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Hawaii’s Sonne ist also stärker als Sonnenschutz 50.

Das Hostel ist ein kleiner Bungalowkomplex, wo fast nur Surfer wohnen. Es gibt keine Türen und die Fenster sind nur mit Moskito-Schutz behangen. Alles sehr rudimentär und urig und buntbemalt mit bunten Surfer Bildern. Aber jetzt erst einmal schlafen, Urlaub ist unglaublich anstrengend ;-)

Und hier noch ein wenig Strand-Aloha

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Magda und Remi mit viel Aloha

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María, Miss Spain

Videos und Fotos folgen. Die Internet-Verbindung ist leider nicht so gut und ich bin müüüüde.

ALOHA!!


Basketball: Portland Trail Blazers vs. Memphis Grizzlies

Februar 19, 2009

Am Mittwoch Abend sind wir zu einem Basketball Spiel gegangen. María hatte die Karten zum Geburtstag bekommen, musste aber leider wegen Krankheit das Bett hüten, denn momentan geht hier die Pest rum. 1/3 der StudentInnen musste sich schon in Reed’s Gesundheitszentrum melden und es gibt sogar Einige, die Masken tragen. Wir hocken hier eben ziemlich dicht beieinander.

Piotr, Remi, Eva, Veronique (die neue language scholar aus Frankreich), Maeve und ich sind also den Bazillen entflohen und in die Rose Garden Arena gefahren, wo die Portland Blazers gegen die Memphis Grizzlies ein Heimspiel hatten. Das ganze Spiel war ein amerikanisches Spektakel par exellence. Alles war perfekt durchgeplant: Die Cheerleader kommen in jeder Spielpause raus, die Werbung wird eingespiel, ZuschauerInnenspiele gespielt und Sprechchöre auf dem riesigen Bildschirm eingeblendet. Zumindest bis kurz vor Ende erschien das Drumherum wichtiger als das Spiel selbst. Letztendlich wurde es noch ziemlich spannend und knapp, aber die Blazers haben in den letzten Minuten noch zwei Körbe geworfen und so das Spiel für sich entschieden (gut, ich sollte keine Sportkommentatorin werden).

Hier ein paar Eindrücke und Videos.

Die Arena von innen und der Gospel-Chor, der die amerikanische Nationalhymne singt

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Sexy Basketball Spieler in Action I

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Ein fliegendes Auto, welches Gutscheine abwirft

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Ein hartgesottener Fan

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Cheerleader!!

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Nicht verpassen: USA gegen die Welt (Part II?)

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Die internationale Gang: Remi (F), Piotr (R), Maeve (USA), Veronique (F), Eva (Ger)

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Und hier zwei qualitativ total schlechte Videos. Enjoy.

Ein wenig Party in der Pause:


himmelhochjauchzendzutodebetrübt

Februar 16, 2009

Mein Wochenende kann ich mit einem Wort beschreiben: himmelhochjauchzendzutodebetrübt (man nennt das compound word).

Freitag, der 13. (ui ui): Nachmittags hatte ich einen kleinen Auftritt mit meiner A Cappella Gruppe, um die neuen Möbel der Student Union (=SU, der Party-Saal) zu zelebrieren. Reedies finden die eigenartigsten Gründe um Parties zu schmeissen. Danach sind wir zu einem Vortrag zum Thema „Internationale StudentInnen und Steuererklärung“ gegangen, wo ich null verstanden habe. Weil ich hier für das deutsche Department arbeite, muss ich solch eine aber ausfüllen. Hmm. Abwarten und Kaffee trinken. Nachdem ich dann Freitag Abend ergebnislos versucht habe, mich mit dem wasserähnlichen Tequila in einer Bar in der Nähe des Campus  zu betrinken, bin ich relativ früh schlafen gegangen, weil wir Samstag eine Menge auf dem Plan hatten.

Samstag, der 14.: Morgens sind Maria und ich erst einmal fleißig ein paar Bahnen in der Schwimmhalle geschwommen, welches anschliessend mit einem exorbitant riesigen Frühstück zelebriert wurde (wer schwimmt, darf essen – insbesondere Schokoladen-Pancakes). Danach ging’s Downtown Richtung Shopping. Ich habe mir endlich einen Badeanzug besorgt, da ich in der Schwimmhalle wegen meines Fake-Shorts-und-Shirt-Badeanzugs schon giftige Blicke einfing. Für’s Protokoll: Badeanzüge sind nicht meine besten Freundinnen. Punkt.

[Um eure Phantasie ein wenig anzuheizen, wie ich in einem Badeanzug aussehen KÖNNTE, checkt mal folgendes YouTube Video aus (bitte ignoriert den bescheuerten Songttext, aber nehmt zur Kenntnis, dass einer der Tänzerinnen in Wirklichkeit ein Tänzer ist. Long live Beyonce).]

Nach dem erfolgreichen Erwerb eines Badeanzugs haben wir die Jungs (Remi und Piotr) getroffen, um ins Kino zu gehen. Nachdem wir mehrere Kinos im Umkreis abgeklappert haben, weil alle sehenswerten Filme ausverkauft waren, landeten wir in einem kleinen, ziemlich merkwürdigen Kino, in dem man im Kinosaal essen (bzw. schmatzen) darf. Der Film, Frozen River, war exzellent; das Tellergeklapper allerdings nervtötend.

Danach Pizza essen und dann schnell zurück zum Campus, denn wir wollten den 14. Februar gebührend feieren: Und nein, nicht etwa Valentinstag, sondern das bulgarische Weinfest!!! Es gab Käse, Brot und Wein für alle, und Tequila für Magda. Tja, nun kann ich nicht mehr behaupten, dass ich mich von Alkohol noch nie übergeben habe. Erst neben’s deutsche Haus (was für ein starkes Statement, by the way) und dann in meinen Papierkorb. Unglaublich, wie weinerlich betrunkene Menschen (beziehungsweise ich) werden können. Die internationale Gang hat sich aber liebevoll um mich gekümmert, mir die Hand gehalten und mich dann ins Bett gebracht.

Sonntag, der 15.: Interessanterweise wache ich am nächsten Morgen völlig munter auf und mache mich auf in die Bibliothek. Alkohol ist leider keine Entschuldigung fuer Arbeitsverzögerung. Meine erste Arbeit ist schon wieder abgegeben. Abends hatte ich Probe mit meiner A Capella-Gruppe, in der wir entschieden haben, dass wir höchstwahrscheinlich den oben verlinkten Song singen werden. Beyonce A Cappella? Wir werden sehen.

In den letzten Tagen bin ich ziemlich sentimental, denn langsam dämmert es mir: In ein paar Tagen bin ich 6 Monate hier. Mir bleiben also nur noch ungefähr 4 Monate, bevor ich nach Berlin zurückfliege (sozusagen in das richtige Leben), was mich gleich einmal in eine existentielle Krise gestürzt hat. Ich habe noch so viel vor, und weiss, dass ich dann eine Menge hinter mir lassen muss…

Derweil werde ich mich mit ein paar Folgen „Target Women“ von Sarah Haskins aufmuntern. Hier eine zu Schokolade und hier eine zu Online Dating.


Magda wird Leistungssportlerin

Februar 10, 2009

Ja, richtig gehört. Ich habe letzte Woche zum ersten Mal einen Fuss in Reed’s Fitnesscenter gesetzt und eine Yoga-Klasse besucht! Wer jetzt denkt Magda, mach doch ma richtigen Sport!, den kann ich beruhigen, denn ich war Samstag morgen auch schwimmen. Ich besitze zwar keinen Badeanzug (Boxershorts und ein Hemd machen’s ja auch) und bin ultra-langsam, aber zumindest habe ich’s noch nicht verlernt. Ich will mich jetzt von meinen mickrigen nach 30 Minuten völlig-fertig-sein auf was-auch-immer mein unsportlicher Körper in den restlichen Monaten so schafft steigern. Morgen gehen María, Eva und ich wieder schwimmen und Donnerstag wahrscheinlich zu Yoga und dann squashen. Wie ihr seht, fahre ich hier ein absolutes Hardcore Programm. Apropos Hardcorde: Keine zwei Wochen Uni und schon schreibe ich an meiner ersten Arbeit für meinen social movements Kurs. Mir schwirrt schon der Kopf von Marx, Überbau und Basis… Aber nun – peitsch – zurück an die Arbeit. Schlaf kann bis nächstes Jahr warten!