Portland: sonnig und heiter / Stimmung: bedeckt

April 21, 2009

Portland: 27°C. Gefühlte Temperatur: 27°C. Die Vögelchen zwitschern.

Magda sitzt abwechselnd in ihrem Zimmer, in der Bibliothek oder im Gras und schreibt/liest/meckert über ihre Hausarbeiten.

Sonntag haben wir einen Road Trip zur Küste gemacht und am Strand gefroren, weil es so windig war. Wir sind dann zurück nach Portland und haben im Alberta District bei Zitronenkuchen, Kaffee und Nachmittags-Sonne realisiert, dass wir uns in weniger als 4 Wochen voneinander verabschieden müssen.

Grundstimmung: bedeckt. So werden auch die nächsten Tage: wolkig, bei 14°C.

Apropos ‘bedeckt’: Ein Sturm kommt auf! Homosexuelle Pärchen verursachen nun einmal krass schlechtes Wetter…

Und hier die bad-ass Antwort:

more about „Portland: sonnig und heiter / Stimmun…„, posted with vodpod

El Paradiso

März 22, 2009
dscf0067

Sandy Beach

18. März: Morgens sind wir ins Auto gesprungen, um die Ostküste nordwärts nach schönen Stränden Ausschau zu halten. Traumhafte Kulissen, strahlender Sonnenschein, Palmen und weißer Sand. Wie im Bilderbuch. Der Strand mit dem klangvollen Namen Sandy Beach war vor einer wunderschönen Bergkulisse und sehr verlockend, denn die Wellen schlugen hoch; laut eines roten Schilds gefährlich hoch. Ins Wasser reinzukommen war schon schwer, denn man musste einen günstigen Moment abwarten, schnell reinsprinten und hoffen, dass man nicht von den Wellen wieder ans Land gespült wird. Ein paar blutige Schrammen folgten, denn das Wasser war unglaublich mächtig. Mit Natur ist halt nicht zu scherzen. Der Strand ist auf Grund der guten Wellen auch sehr beliebt bei Surfern.

dscf0152

Blick über Oahu

Nach dem Baden sind wir auf einer Mini-Wandertour einen kleinen Berg hochgegangen, auf dessen Spitze man halb Oahu überblicken konnte. Beeindruckend waren besonders die Wassermassen, die sich um die Insel herum bis ins Unendliche ziehen. Es ist ein ganz eigenartiges Gefühl zu wissen, dass Hawaii ein klitzekleiner Punkt im riesigen Pazifik ist. Das beste Erlebnis des Tages waren die Wale, die wir von weitem beobachten konnten. Wir sahen mehrere Rudel, die zwar ziemlich weit entfernt, aber noch sichtbar im Wasser spielten. Unglaublich!

19. März: Magda hat Geburtstag. Und zwar 3mal. Nach deutscher, oregonscher und hawaiianischer Zeit. Nun bin ich alt wie ein Baum mit 23 Ringen.

dscf01901Es war warm, aber etwas bedeckt, also heute mal kein schwimmen im azurblauen Wasser. Wir schnappten uns unser Leihauto und fuhren an der Westküste entlang, um den Byodo-In Temple im Valley of the Temples zu besichtigen, ein Tempel erbaut nach japanischem Vorbild zu Ehren der ersten japanischen Einwanddscf0170erInnen in den 1960ern. Auf dem Weg dahin hielten wir an einer Straßenecke, um ein paar Kokosnüsse und Bananenchips zu kaufen und picknickten an einem schönen Palmenstrand. María und Remí sangen Happy Birthday für mich und ich durfte die Kerzen auf meinen Geburtstags-Doughnut auspusten. Danach fuhren zum besagten Tempel, der inmitten eines Friedhofes gelegen war; sehr beeindruckend vor einer Gebirgskulisse, die halb im Nebel lag.

dscf0252

María und ich vor dem Byodo-In Temple

dscf02541

Byodo-In Temple

Abends sind María und ich ein wenig Touri-shoppen gegangen und trafen uns dann mit Remí in der Cheesecake Factory um ein anständiges Geburtstags-Mahl zu schnabulieren.

dscf03411

Die MitarbeiterInnen haben ein Geburtstagsständchen gesungen und ich habe Eis und Käsekuchen bekommen. Hmm. Schokoladen-Käsekuchen. Vollgestopft und glücklich sind wir dann ins Bett gefallen. Remi hat mir mein Geburtstagsgeschenk von Piotr, dem Russki, gegeben, ein Buch, dass How to talk about books you haven’t read (Wie man über Bücher redet, die man nie gelesen hat) heißt. Genau das richtige Buch für mich, um mein Lesepensum in Reed ein wenig einzuschränken.

Am nächsten Tag mussten wir unsere Sachen packen und Honolulu auf Wiedersehen sagen. Es ging Richtung Norden, zum Northshore, wo es weniger touristisch als der Waikiki Strand im südlichen Honolulu ist, super Wanderrouten gibt und die Wellen unglaublich sind. Hier finden z.B. diese ganzen Surfwettbewerbe statt.

20. März: Wir haben gegen 9 Uhr morgens unsere Sachen gepackt und ins Surfer-Dörfchen Haleiwa gefahren, wo unser Hostel im Norden Oahu’s liegt. Auf dem Weg dahin sind wir an ein paar Stränden angehalten, um zu schwimmen. Hadscf0065be ein wenig zu viel Sonne abbekommen, und hatte dann ordentlich Kopfschmerzen. Obwohl ich mich hier alle 30 Minuten mit Sonnencreme einschmiere, habe ich mit heute einen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Hawaii’s Sonne ist also stärker als Sonnenschutz 50.

Das Hostel ist ein kleiner Bungalowkomplex, wo fast nur Surfer wohnen. Es gibt keine Türen und die Fenster sind nur mit Moskito-Schutz behangen. Alles sehr rudimentär und urig und buntbemalt mit bunten Surfer Bildern. Aber jetzt erst einmal schlafen, Urlaub ist unglaublich anstrengend ;-)

Und hier noch ein wenig Strand-Aloha

dscf0212

Magda und Remi mit viel Aloha

dscf0072

dscf0099

dscf0093

María, Miss Spain

Videos und Fotos folgen. Die Internet-Verbindung ist leider nicht so gut und ich bin müüüüde.

ALOHA!!


Hawaiiii

März 18, 2009

Wir sind jetzt fast 3 Tage in Hawaii und schon jetzt spüre ich ein gewaltiges ALOHA (was neben hallo und tschüß auch Liebe heisst). Wir befinden uns auf der Insel Oahu in Honolulu in der Nähe von Waikiki, der Touri-Platz par exellence, wo wir die nächsten Tage noch in einem kleinem Hostel schlafen werden. Ab morgen haben wir ein Auto und fahren dann die Insel ostwärts an der Küste entlang nach Kailua, wo es einer der schönsten Strände geben soll. Ab Donnerstag schlafen wir dann irgendwo im Norden, um den Teil der Insel zu erforschen.

map of Oahu

Aber mal von vorn:

15. März: Sonntag morgen haben sich Remí, María und ich zum Flughafen aufgemacht, wo unser Flieger gegen Mittag Richtung winzig kleiner Punkt im Pazifik (auch genannt Hawaii) abhob. Die 6 Stunden Flug waren qualvoll und voller Hunger (ähm, irgendwie hatte keiner so richtig daran gedacht, dass der Flug 1. verdammt lang und 2. Essen nicht umsonst ist). Eva hatte uns ein kleines Urlaubsgeschenk gemacht und eine deutsche Milkaschokolade dscf0095verpackt, welche wir gleich weggemampft haben. Angekommen in Aloha State knallte uns die Sonne mit 26°C entgegen. María hing mir eine Blumenkette um den Hals und wir riefen alle entzückt: oh, wir sind in hawaii.. oh es ist so warm.. ohh wie hübsch…! Der Bus war schnell gefunden und in den nächsten 90 Minuten lernten wir ein Stückchen hawaiianisches Lebensgefühl kennen. Der Busfahrer blieb an jedem Eckchen stehen und grüßte seine Kumpels auf der Strasse, rief Witze durch den Bus oder beschwerte sich lauthals über irgendetwas. Da wir Glückspilze an dem Tag angekommen sind, an dem eine Parade stattfand, nahm der Bus mehrere Umwege. 6 Kilometer in 90 Minuten… Aloha! Halbohnmächtig vor Hunger suchten wir dann unsere Hotel und setzten uns in das nächste Restaurant. Ich bin beim Kauen fast eingeschlafen, denn es war schon 20Uhr hawaiianischer Zeit, was 23 Uhr Uhr Oregon Zeit ist. Ich bin also nun ganze 11h von euch entfernt!

16. März: Da wir an diesem tage Regen erwartet hatten, entschieden wir uns, ein wenig Sightseeing zu machen (geregnet hat’s nicht, es wurde knallig heiss). Trotzalledem sind wir zu Pearl Harbor, was sich im Süden Oahu’s

USS Arizona Memorial

USS Arizona Memorial

befindet, ungefähr 40 Minuten mit dem Bus von unserem Hostel entfernt. Dort gibt es heute mehrere Dennkmäler und Museen zum Gedenken an die Opfer des japanischen Angriffs  auf die amerikanische Flotte im Pazifik im Jahre 1941, was ja bekannterweise zum Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg führte. Die 3 verwirrten EuropäerInnen (ja, wir) haben uns natürlich nicht an Schilder gehalten und nix kapiert, so sind wir ersteinmal in ein Boot eingestiegen, welches uns zum USS Arizona Memorial gefahren hat. Es ist die offizielle Gedenkstätte für die USS Arizona, die am jenen 7. Dezember gesunken ist und über 1.100 Crew-Mitglieder in den Tod riss (und heute das Grab für die Mehrzahl der Besatzung ist). Interessanterweise hatten wir diese Fahrt gar nicht gebucht (aber glücklicherweise trotzdem gemacht), was wir aber erst merkten, als wir das weisse Denkmal sahen (was so gar nicht nachdem aussah, was auf unserem Prospekt abgebildet war). Danach sind wir dann also in den richtigen Bus eingestiegen, welcher uns zuerst zum Schlachtschiff USS Missouri gefahren hat, welches heute ein Musuemsschiff ist und interessante Einblicke in das Leben eines Seemanns zu dieser Zeit gab. Für HistorikerInnern: Auf diesem Schiff wurde 1945 die Kapitulation Japans unterschrieben. Zu Guter Letzt sind wir noch zum Pacific Aviation Museum gefahren, wo eine Menge Flugzeuge ausgestellt waren, die damals im Pazifikkrieg geflogen sind.

Waikiki Beach by Night

Waikiki Beach by Night

Danach sind wir müde, aber glücklich da klüger zum Hostel zurück. Haben bei einem völlig überteuerten Italiener gegessen und geschworen, von nun an nur noch zu kochen oder Billigplätze zu suchen. Waikiki ist verdammt teuer. Nachts haben wir noch einen Spaziergang am berühmten Waikiki-Strand gemacht. Unglaublich beeindruckend.

17. März: Heute morgen haben wir unsere Badesachen geschnappt, sind Pancakes essen gegangen (ja, ja, essen selber machen und so…) und schnurrstracks zum Strand gegangen. Es war warm (22°C), aber glücklicherweise hat die Sonne nicht so geknallt, so dass ich jetzt eine leichte Idee einer Bräune habe. Juchee. Das Wasser war warm, und Remí hat herausgefunden, dass es auch salzig ist. D’oh. Zu seiner Verteidigung muss ich sagen, dass der kleine Franzose seit 10 Jahren nicht mehr am Strand war, während María in Barcelona sonnen- und strandverwöhnt ist. Und wir Deutschen haben ja die Ostsee. Gerade kocht María Spaghetti und heut abend wird hoffentlich gebechert. Aloha!!

María und Magda

dscf0042

Remí, María und ich

dscf0045

Magda vor einem alten Baum

dscf0097


Life’s a beach

September 2, 2008

Am Montag (Labour Day) um 10:00 ging’s los mit einem von Reed georderten Bus nach Cannon Beach, ca. 90min vom Reed College entfernt. Die wenigen Stunden, die wir zur Verfuegung hatten, haben wir mit einem ausgiebigen Strandspaziergang (Fotos!) gefuellt. Wunderschoenes Panorama: Der Pazifik auf der einen Seite und eine traumhafte Bergkulisse auf der anderen. Habe zum ersten Mal die Zehe in den Pazifik gehalten und muss sagen: Hat sich gut angefühlt! Anfangs war es ziemlich kalt (hier sind die letzten Tage gerade mal 20°C, soll sich aber in den nächsten Tagen erheblich ändern), wurde aber wärmer und hat sich zu einem tollen, erholsamen Tag entwickelt. Richtiges Portland Wetter (Regen) habe ich erst zwei Mal gehabt. Guter Schnitt für 2 Wochen. Übrigens habe ich an diesem Tage meinen ersten Kaffee getrunken – ein Schritt Richtung erwachsen werden ist also getätigt. Gepimpt mit Milch und Zucker ist dies ein wirklich interessantes Getränk.

Impressionen:

Pazifik - mein erstes Mal

Magda, Eva, María, Timmothé, Piotr, Remi

Wer nicht müde wird, mentale Ergüsse von mir zu rezipieren, checkt mal zoomer.de aus, wo ich die nächsten zwei Monate über die Vorwahlzeit hier in Portland und am Reed College blogge. Wenn ihr euch ein wenig über die hölzerne Sprache wundert, geht es euch wie mir: Anscheinend werden die Blogs noch einmal ‘Korrektur gelesen’.