Good bye, Farewell, Aufwiedersehen, Adieu…

Juni 26, 2009

… denn ich bin faul. Und langweilig. Und irgendwie nehme ich ja auch wieder am grundanständigen deutschen Leben teil. Also wisst ihr ja was so abgeht. Bachelorarbeit. Alkoholische Süßgetränke. Musik. Das Übliche.

Also verabschiede ich mich hiermit recht herzlich und endgültig:

SEE YA.

Aber nicht ohne euch mein neues Lieblingslied vorzuspielen:

ACapella Gruppe Acquire der University of California, Santa Cruz mit „I’m on a Boat“


Einmal freuen bitte

Mai 14, 2009

Kinder + Musik = ☀! 


Яenn Fairy Tale

Mai 3, 2009

dscf0455Freitag Mittag hat meine Kumpeline Dana ihre Bachelorarbeit abgegeben, was mit Schampus, einem festlichen  Lorbeer-Kranz als Kopfschmück und das Anbringen eines Stickers an die Wall of Fame der Seniors gefeiert wird.

Renn Fayre hat mit dem Einreichen der Abschlussarbeiten offiziell begonnen: 3 Tage Party, spielen, tanzen und chillen!

Renn Fayre begann mit der Thesis Parade, bei der die Seniors die Rohfassung ihrer Abschlussarbeiten verbrannten, der Schampus in Massen floß, sich alle abknutschten und dann die ganze Horde ins Eliot Hall Gebäude lief, um von Colin Diver, Präsident der Uni, beglückwunscht zu werden. Auf den Fotos seht ihr Dana auf dem Weg ihre Bachelorarbeit zu verbrennen und die drei Madels, Magda, Eva und Maria

Dana auf dem Weg, um ihre Arbeit zu verbrennen die drei Madels

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Hier brennen ein paar Bachelorarbeiten

Der Sekt flog nur so durch die Luft, die Arbeiten brannten, die Marching Band spielte auf und alle tanzten. Ich litt nach einer Weile an absoluter Reizüberflutung inklusive überhöhten Alkoholkonsum, so dass wir nach der Parade erst einmal für ein paar Stunden im deutschen Haus crashten. Danach fertig machen, denn überall auf’m Campus waren Parties. In der SU (Student Union, Partysaal) spielte eine afrikanische Band und danach gab’s Punkrock Party.

Es gab verschieden Lounges, die jeweils ein bestimmtes Thema hatten, z.B. die

  • „Blue Lounge Sub-Free“ (drogenfrei), wo Alkohol und sonstiges unerwünscht ist und wo man Lego spielen kann
  • einen Raum voller Luftballons zum Toben
  • einen Raum mit Matratzen zum chillen und pennen
  • eine Erdnussbutter und Marmeladen Station
  • ein Open-Mic Raum mit Kaffee und Tee, wo jede/r musizieren kann
  • Techno und Dancehall Raum

Samstag war es sonnig und überall aufm Campus gab es verschiedenste Veranstaltungen. Die Departments haben gegeneinander Softball gespielt (Soziologie gegen Anthropologie); es gab eine riesige Rutsche mitten vor Eliott Hall; Schokoladenbrunnen (!!!), Essensstände, Bands und MusikerInnen überall! Ein Highlight waren die  „Pictures“, eine Gruppe  nackter Reedies getunkt in blauer Farbe, die über den Campus rannten und jede/n umarmten und küssten, der/die nicht schnell genug nein schrie – die so genannten „Anti Pictures“ haben die die „Pictures“ mit oranger Farbe gejagt

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Es gab ein großes Festessen genannt „The Feast“, wo wir umsonst mit Lachs, Schwein, Maccaroni&Cheese und Kuchen verköstigt wurden (Reedies konnten im Vorfeld Punkte ihrer Essenskarte dafür sponsern)

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Bands haben draussen gespielt und selbst als es in Strömen regnete, tanzten alle einfach in den Pfützen weiter.

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Abends gab es ein riesiges Feuerwerk mit Musik und gegen Mitternacht gab es eine Überraschung in Form eines bekannten DJ’s, der nur für eine Stunde auflegte, weil er anscheinend unheimlich teuer war (unglaublich, es gibt etwas, was sich Reed nicht leisten kann!). Meine HA (house advisor) Marushka hat dann in der Blue Lounge beim Open Mic ein paar Lieder gesungen, als dann jemand vorschlug, dass ich doch auch mal was singen soll. Habe dann die Gitarre geschnappt und Fidelity gesungen, was mehr oder weniger gut klingt, wenn man schon lallig ist (aber in der alk-freien Zone nicht zugeben will, dass man schon getrunken hat)

Sonntag ging es munter weiter: es gab Unmengen an Spiele, Rodeo-Reiten, mehrere Bluegrass Bands und als Highlight eine Samba Marching Band, die den halben Campus zum tanzen brachte. Außerdem: ein Lube-Wrestling Contest

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Mir wurde auf keinen Fall zu wenig versprochen: Renn Fayre war ein superbes Fest! Absolute Reizüberflutung. Hippie Alumnis überall. Illegale Substanzen en masse. Teenager auf ein paar skurillen Trips… Aber letztendlich lief alles smooth. Die von den Studis organisierten Patrouillen sorgten dafür, dass nur Leute mit gelben Bändchen auf’n Campus waren. Die Wasser- und Bagel-Patrouillen versorgten die Hungrigen und Durstigen. Es war skurill, aber der Spass meines Lebens. 3 Tage durchgetanzt und nun hab ich genügend Power für die letzten Tage: Ab morgen habe ich 72 Stunden, bis ich meine Abschlussarbeiten einreichen muss. Und jetzt: Schlaf.

–> FOTOS.


Countdown: Renn Fayre

April 30, 2009

Heute stelle ich euch eine Tradition vor, welche nicht nur einer der beliebtesten sondern auch verrücktesten von Reed’s Traditionen darstellt: RENN FAYRE (original: Rennaissance Fayre).

Renn Fayre ist eine 3-Tages Party am Ende des akademischen Jahres, welche interessanterweise vor den Examen und Hausarbeiten-Deadlines stattfindet. Renn Fayre beginnt am Freitag mit der so genannten Thesis Parade, welche die Verbrennung der Rohfassung der Abschlussarbeit zelebriert und in einer großen Rumknutsch-und-Sauf-Orgie endet.

Im Vorfeld wurden Treffen zu Drogengebrauch, Sex und Alkoholkonsum gehalten und eine große Veranstaltung für alle ErstsemesterInnen (inklusive exchange students) in Vollum organisiert, für die in der E-Mail drum gebeten wurde, bitte keinen Pot zu rauchen. Die Veranstaltung wurde von ein paar biertrinkenden Junior und Senior Studis gehalten, die uns darauf hingewiesen haben, dass die unter 21jährigen (alle im Raum, ausser Magda), verantwortlich mit Alkohol und „sonstigem“ umgehen sollen, damit die Polizei nicht kommt und die Party platzt. Folgendes bietet Renn Fayre neben Live Musik, Hüpfburgen, Spielen, Alkohol etc.: einen Ausruh- und Chill-Raum voller Kuscheltiere, eine Gruppe von Studis, die sicherstellt, dass keine Unbefugte den Campus betreten (wir haben alle Bändchen um den Arm), es wird  eine extra Krankenstation (24h geöffnet) geben, ein Abschlussfeuerwerk etc. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm, weil vor ein paar Jahren Fremde auf den Campus gekommen sind und einen Schaden von $30.000 angerichtet haben. Eine Freundin hat mir folgendes Zitat geschickt, welches besagt, dass Renn Fayre wohl mal vom Playboy zu einer der besten Parties gewählt wurde. Ich weiss jetzt nicht, ob das gut oder schlecht ist…

Renn Fayre is Reed’s year end celebration. It was once listed in Playboy as one the coolest, most exclusive parties in the country, second only to burning man. Tickets are highly coveted by locals and nationwide party connoisseurs alike. Renn Fayre isn’t a party. It is a celebration our graduating class who have survived the agony of writing a thesis, completing a degree at one of the most difficult and prestigious schools in the country. It is celebrating the wild side of Reed and Reedies. We bring in outside performers, book our friends for varioius productions during the event and bring a loved one or three, but all of these people have made some valid contribution to the Reed community.

Wer ein Video von Reed’s Renn Fayre vom vorletztem Jahr ansehen will, klickt hier.

Heute ist mein letzter Unitag, morgen beginnt Renn Fayre. Dienstag und Mittwoch gebe ich meine Hausarbeiten ab und die Woche drauf habe ich noch ein Französisch Exam. Tja, und dann bin ich schon fast wieder da…


So, Hillary Clinton rocks…

April 27, 2009

… besonders wenn sie naiven Republicans erklärt, warum die Kriminalisierung von Abtreibung verheerendere Konsequenzen hat als eine transparente, lehrreiche Sexualerziehung, in der Abtreibung als eine Option dargestellt wird.

Transkript zum Mitlesen hier.


Workshop: „White Privilege – Blinded by Whiteness“

April 25, 2009

Heute habe ich einen Workshop mitgestaltet, der die Konstruktion von „Weißheit“ und die damit verbundenen Privilegien kritisch untersucht. Ich war für die Gruppendiskussion verantwortlich (dass jede/r mal drankommt etc.) , was aber problemlos verlief, da wir letztendlich nur 12 Leute waren. Den Workshop hat eine Psychologin geleitet, die eine 680 (!) seitige Dissertation schrieb mit dem Namen: „Blinded by Whiteness: Understanding and Transforming Internalized Racism and White  Privilege“ (Geblendet von Weissheit: Internalisierten Rassismus und „White Privilege“ verstehen und transformieren).  Die Beschreibung war wir folgt:

This workshop will plumb the depths of American history and explore the roots of racism in America as a means to illuminate the ways racism is both institutionalized and internalized. This will allow us to identify some of the ways racist worldviews permeate our society and imagine ways to improve it. It will be conducted by Dr. Nancy Rogene, author of a 680-page dissertation on racism as a complex of the American cultural psyche.

Wir haben folglich die historische Entwicklung und Institutionalisierung von „White Privilege“ in europäisch-amerikanischer Geschichte untersucht und diskutiert, welche Auswirkungen das auf die heutige amerikanische Gesellschaft hat. Stichwort: Gesundheitssystem, Gefängnissystem, Wirtschaft und Ausbildung. Einer der prominentesten Forscher und Sprecher zu diesem Thema ist Tim Wise, der von dem neuem „Rassismus web 2.0″ spricht, der weniger offensichtlich, aber genauso gefährlich ist. Hier ein beeindruckendes Video:

Wer ein wenig mehr Interesse hat, checkt mal folgende Bücher aus:

Angela Davis – Are Prisons Obsolete? (2003)

Paula S. Rothenberg: White Privilege (2007)

Time Wise – Between Barack and a Hard Place: Racism and White Denial in the Age of Obama (2009)

Und hier noch die seeehr interessante Studie, die Tim Wise im Video erwähnte, in der 5000 identische Job-Bewerbungen rausgeschickt wurden, jeweils versehen mit „weiß“ oder „schwarz“ konnotierten Namen und man herausfand, dass die Antwort-Rate auf von angeblich weissen BewerberInnen geschriebenen Bewerbungen 50% höher war. Die Antwortrate war erst ungefähr gleich, als man durchschnittlich qualifizierte Bewerbungen von weissen BerwerberInnen gleichzeitig mit überdurchschnittlichen Bewerbungen (im Durchschnitt 8 Jahre mehr Erfahrung) von schwarzen BewerberInnen abschickte.

Are Emily and Greg more employable than Lakisha and Jamal? A field Experiment in Labor Market Discrimination“ (2003, pdf)

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Portland: sonnig und heiter / Stimmung: bedeckt

April 21, 2009

Portland: 27°C. Gefühlte Temperatur: 27°C. Die Vögelchen zwitschern.

Magda sitzt abwechselnd in ihrem Zimmer, in der Bibliothek oder im Gras und schreibt/liest/meckert über ihre Hausarbeiten.

Sonntag haben wir einen Road Trip zur Küste gemacht und am Strand gefroren, weil es so windig war. Wir sind dann zurück nach Portland und haben im Alberta District bei Zitronenkuchen, Kaffee und Nachmittags-Sonne realisiert, dass wir uns in weniger als 4 Wochen voneinander verabschieden müssen.

Grundstimmung: bedeckt. So werden auch die nächsten Tage: wolkig, bei 14°C.

Apropos ‘bedeckt’: Ein Sturm kommt auf! Homosexuelle Pärchen verursachen nun einmal krass schlechtes Wetter…

Und hier die bad-ass Antwort:

more about „Portland: sonnig und heiter / Stimmun…„, posted with vodpod

Angela Davis

Februar 23, 2009

http://www.thisnext.com/media/230x230/Angela-Davis-The-Giant_F5F98F64.jpgSchon seit Wochen habe ich mich auf Samstag (21. Februar) gefreut, denn Angela Davis gab dem Reed College die Ehre und hielt eine beeindruckende Rede über Obama, ihre Kritik zum Gefängnis-System und die Hoffnung auf eine politisch aktive und „rassen“-& geschlechter-&klassen-&sexualitäts-sensible Zukunft.

Angela Davis ist eine radikale Aktivistin, die sich in Form von Büchern, Reden und Protesten zu Themen wie Klasse, „Rasse“, Gender und Sexualität damals wie heute äußert/e. Stark engagiert in der Bürgerrechtsbewegung, die sie vorzugsweise als freedom movement (Freiheitsbewegung) bezeichnet, da die Zielsetzung ursprünglich über das Erreichen von Zivilrechten hinausging, war sie Mitglied in mehreren Organisationen (Black Panther, Kommunistische Partei der USA etc.). Anfang 1970 war sie auf der FBI Most Wanted List und wurde kurz daraufhin verhaftet, was eine weltweite Welle des Protest nach sich zog (an der meine Mama teilgenommen hat, jawohl). Nach zwei Jahren wurde sie entlassen und widmete sich seitdem insbesondere ihrer Kritik des (amerikanischen) Gefängnissystems.

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Angela Davis@Reed College

Ungefähr 45 Minuten vor Beginn war die Schlange auf dem Campus vor dem Kaul Auditorium schon wahnsinnig lang; gut, dass meine KumeplInnen strategisch günstig platziert waren, so dass ich mich weiter vorne reinschmuggeln konnte. Trotzdalledem saßen wir so ungefähr in der Mitte, aber leicht erhöht mit guter Sicht. Der Saal war mehr als gefüllt und dafür, dass Portland ziemlich weiss ist, war der Saal ein Musterbeispiel an Vielfalt.

dscf0024Leicht verspätet wurde Angela Davis schwungvoll angesagt und mit tosenden Applaus empfangen; diese freute sich über den vollen Saal und fragte: „Ihr seid doch nicht alle College Students, oder?“ worauf jemand antwortete: „Nee, wer kann denn $40.000 für’s studieren aufbringen?!“. Davis lachte laut und meinte: „Ja, davon spreche ich heute noch!“.

Sie begann mit einer kurzen Rekapulation des Black History Month („Monat für Schwarze Geschichte“), auf Grund dessen sie eingeladen wurde. Sie betonte insbesondere, dass es ein Fehler sei, den freedom movement immer nur mit individuellen Helden zu assozieren (z.B. Martin Luther King) und verwies besonders auf die vielen Afroamerikanerinnen, die die Bus-Boycotte organisierten und eine ebenso bedeutende Rolle in den verschiedensten Organisationen spielten. Im folgenden Zitat verdeutlicht Davis, warum es wichtig sei, soziale Bewegungen nicht als Akt Einzelner zu verstehen:

„History is seen as the accomplishment of individual heroes which makes it so hard to see ourselves as powerful agents“

Geschichte wird normalerweise als Verdienst einzelner Helden verstanden, was es erschwert, uns selbst als einflussreiche Handelnde zu sehen.

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Angela Davis@Reed College

Demnach bedeutet ein schwarzer Präsident gar nichts, wenn der Rest der Elite aus vielen weißen Männern und ein paar weißen Frauen bestehe und die Gefängnisse offensichtlich überwiegend mit schwarzen und/oder armen Männern gefüllt sind. Sie kritisierte die Gefängnisse als Abfalleimer der amerikanischen Gesellschaft, in denen der Überschuss der Menschen, die der Kapitalismus nicht verwerten kann, abgeschlossen und ohne hinreichende Behandlung marginalisiert werden. Einer der Gründe für den enorm hohen Anteil an insbesondere schwarzen, jungen Männern in Gefängnissen seien rassistische Taktiken, wie z.B. racial profiling (Fahnung nach rassischen Kriterien), bei denen oftmals unschuldige schwarze Männer beschuldigt und/oder fälschlicherweise bestraft werden. Selbst bei einer offensichtlichen Schuld böte das Gefängnis nicht die ausreichenden Möglichkeiten zur Therapie sondern sei lediglich als Ort des Wegschlusses vom Rest der Gesellschaft zu verstehen (klingelingeling: Michel Foucault). Anstatt den InsassInnen zu helfen, werden sie stigmatisiert und oftmals falsch beraten/verteidigt, was zum civil death (zivieln Tod) führe. Als einer der Hauptgründe für diesen Zustand sieht Davis den Mangel an ausreichender Bildung. Im folgenden Video spricht sie vom Zusammenhang von schlechter Bildung und Inhaftierung und von Inhaftierten, die lernten sich selbst zu verteidigen, weil sie ungenügend Verteidigung erhielten.

Im zweiten Video appeliert Davis an die Obama-Administration Islamophobie, Homophobie und Rassismus ernst zu nehmen. Sie verlangt die Beendung des racial profiling, und bedauert den Erfolg von Proposition 8. Außerdem betont sie, dass rassistische Diskriminierung eine institutionalisierte Praxis sei, an der auch Schwarze teilnehmen.

„Racism is not attached to particular kinds of bodies (…) we assume that you can’t be racist if you’re black but there are a lot of black people who are in positions of power who use racism in order to do their work“

Rassismus ist nicht an bestimmte Körper gebunden (…) wir nehmen an, dass man nicht rassistisch sein kann, wenn man schwarz ist, aber es gibt eine Menge schwarzer Menschen, die hohe Positionen innehalten und Rassismus dazu benutzen, ihre Arbeit zu erledigen.

Die Rede war ungefähr 90 Minuten lang und hatte viele starke Momente, die ich leider hier nicht wiedergeben kann, aber ich denke, dass die Videos einen kleinen Eindruck geben,

Zum Schluss noch die junge Davis mit dem alten Honecker. Muss auch mal sein.Datei:Bundesarchiv Bild 183-L0911-029, Berlin, Erich Honecker empfängt Angela Davis.jpg


Basketball: Portland Trail Blazers vs. Memphis Grizzlies

Februar 19, 2009

Am Mittwoch Abend sind wir zu einem Basketball Spiel gegangen. María hatte die Karten zum Geburtstag bekommen, musste aber leider wegen Krankheit das Bett hüten, denn momentan geht hier die Pest rum. 1/3 der StudentInnen musste sich schon in Reed’s Gesundheitszentrum melden und es gibt sogar Einige, die Masken tragen. Wir hocken hier eben ziemlich dicht beieinander.

Piotr, Remi, Eva, Veronique (die neue language scholar aus Frankreich), Maeve und ich sind also den Bazillen entflohen und in die Rose Garden Arena gefahren, wo die Portland Blazers gegen die Memphis Grizzlies ein Heimspiel hatten. Das ganze Spiel war ein amerikanisches Spektakel par exellence. Alles war perfekt durchgeplant: Die Cheerleader kommen in jeder Spielpause raus, die Werbung wird eingespiel, ZuschauerInnenspiele gespielt und Sprechchöre auf dem riesigen Bildschirm eingeblendet. Zumindest bis kurz vor Ende erschien das Drumherum wichtiger als das Spiel selbst. Letztendlich wurde es noch ziemlich spannend und knapp, aber die Blazers haben in den letzten Minuten noch zwei Körbe geworfen und so das Spiel für sich entschieden (gut, ich sollte keine Sportkommentatorin werden).

Hier ein paar Eindrücke und Videos.

Die Arena von innen und der Gospel-Chor, der die amerikanische Nationalhymne singt

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Sexy Basketball Spieler in Action I

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Ein fliegendes Auto, welches Gutscheine abwirft

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Ein hartgesottener Fan

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Cheerleader!!

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Nicht verpassen: USA gegen die Welt (Part II?)

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Die internationale Gang: Remi (F), Piotr (R), Maeve (USA), Veronique (F), Eva (Ger)

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Und hier zwei qualitativ total schlechte Videos. Enjoy.

Ein wenig Party in der Pause:


Langsam kommt’s mir aus den Ohren raus…

Januar 13, 2009

… und Sarah Haskins ebenfalls.

Nachdem ich in den letzten Wochen einen wahren Fernseher- und Film-Marathon hinter mir habe*, möchte ich mir am liebsten den Finger in den Hals stecken. Aber dann würden ich dem amerikanischen Fernsehen einen Gefallen tun: Thema Diät-Werbung. Argh. Bald kommt der Frühling und dafür muss der Bauch gefälligst straff sein. Ich kann keine Sendung gucken und mir etwas zuckriges in den Mund stecken ohne mit Diät-Werbungen belästigt zu werden. Auf Grund meiner Kommentare will Debi, meine Hostmom, mt mir nicht mehr fernsehen. Sarah Haskins hat diesen ganzen scheinheiligen Diäten-Kram wunderbar zusammengefasst:

*Ich bin vor einigen Tagen zurück nach Columbia, SC gefahren, wo ich wieder bei ein paar Kumpels lebe. Weil hier unter der Woche quasi nix zu tun ist, wählen wir jeden Tag ein Thema, zu dem wir dann den ganzen Tag (ja!) Filme gucken. Montag war „Kriegsfilme“ (z.B. ‘Escape from Sobibor’), heute war das Thema „Zeitreise“ (‘Zurück in die Zukunft’ 1-3, ‘Time Machine’) und morgen wahrscheinlich Horror. Also alles sehr reizend hier.