Sonntag Morgen…

…gegen 11 Uhr. Nach einem exzellenten Frühstück (Erdbeer-Bananen-Käsekuchen-Pancake) schnappte ich mir meine Bücher, um mich mit María in der Bibliothek zu treffen. Wo in anderen Teilen der USA junge Leute schlafen, in der Kirche sitzen (und schlafen) oder einfach nur ‚chillen‘, trifft man die halbe Studentenschaft Reed’s in der Bibliothek.

Fleißbienchen

Fleißbienchen María

Unfassbar, wieviele StudentInnen schon wach sind und eifrig ihre Hausaufgaben machen oder lesen. María und ich können diesen akademischen Ehrgeiz kaum fassen, obwohl wir ihm schon jetzt erliegen: Die meiste Zeit verbringe ich nicht etwa in meinem wirklich gemütlichen Zimmer, sondern entweder in der Bibliothek oder in der Cafeteria, auch commons genannt. Bewaffnet mit Kaffee (meine neue Droge, ich arbeite mich hoch!), jede Menge Marker, Papier und mit gutem Willen kämpfen wir uns seit Beginn der Uni durch den Wust an Hausaufgaben und Lektüren.

Gegen 17:00 Uhr (ja, solange waren wir in der Bib!), fiel dann die gesamte Elektrizität aus. Und zwar nicht nur in der Bibliothek, sondern auf dem ganzen Campus. Dies nutzten wir als die perfekte Entschuldigung, endlich mal mit dem Lernen aufzuhören. Da auch die Cafeteria stromabhängig war und dementsprechend auf Sparflamme lief, wurde Pizza und mexikanisches Essen bestellt.

So ist also mein zweites, ziemlich ereignisreiches Wochenende hier in Portland rum: Am Freitag wurde hier auf dem Campus eine „Represent your Status“ Party veranstaltet.

grün, gelb, rot - single, whatever, vergeben!

grün, gelb, rot - single, whatever, vergeben!

Man trug rot, wenn man vergeben ist, grün, wenn man zu haben ist und gelb, wenn man sich denkt: whatever!? (was-auch-immer!?). María und ich machten aus, alle Farben zu tragen, um zur Konfusion beizutragen.

Am Samstag entschieden wir uns dann, den Campus mal zu verlassen, damit wir nicht dem so genannten Campus Bubble erliegen (ab und zu muss man einfach mal andere Menschen, Geschäfte und Geräusche wahrnehmen). Das primäre Ziel des Shopping Trip in Downtown lautete eigentlich: Magda muss sich eine neue Brille kaufen (denn sie ist mir vor einigen Tagen im Bad kaputt gegangen, verdammte Kacheln). Anstatt der so lebenswichtigen Brille fand ich „leider“ nur Klamotten, dies lag aber auch daran, dass ich ohne Rezept kein neues Gestell bekomme. Muss also einen Augenarzt aufsuchen und erst mal checken, ob das meine deutsche Versicherung überhaupt übernimmt. Wenn nicht, muss ich wohl einen Kredit aufnehmen, denn amerikanische Ärzte sind absolute Halsabschneider und können dich ein Monatsgehalt kosten, wenn sie nur sagen: „Hallo, willkommen in meiner Praxis“. Der Shopping-Trip war aber absolut erheiternd: María und ich haben nämlich das erste Mal einen Louis Vitton und Gucci-Laden von innen gesehen. Jacqueline (kurz Jacquey), meine Nachbarin hier im dorm, hat uns nämlich begleitet.

Jacqueline und Maria beim Shopping

Jacqueline und María beim Shopping

Sie kommt aus Boston, Massachussats, und anscheinend aus einem wohlsituierten Elternhaus: Wir (besser: Jacquey) shoppte in all diesen Läden, in denen María und ich uns noch nicht mal ein Wasser leisten konnten. Jacquey war nur so in ihrem Element: Eine Tasche für $200 hier, eine Jacke für $300 da. Und wir konnten nur staunen, und hoffen, dass wir uns in unserem nächsten Leben auch mal eine Louis Vitton Tasche kaufen können (um sie dann gewinnbringend bei Ebay zu verticken!!).

2 Antworten zu Sonntag Morgen…

  1. suse sagt:

    magdaaaaaaaaaaaaaa ^^

    ich will auch ein Erdbeer-Bananen-Käsekuchen-Pancake ^^

    nich shclecht was du alles erlebst und wie fleissig du bist🙂

    ich hoff wir sehn uns iirgdwann ma wieder zufällig auffer frankfurter wenn wenn du ma wieder in good old germany bist😉

    lg
    diesuse

  2. edda sagt:

    OMG.
    Tja da müssen wir wohl alle kräftig sparen damit wir der Magda Geld schicken und sie sich dann auch mal ein Wasser leisten kann.
    Aber das mit den Farben habt ihr super gelöst

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