3 Monate sind nun rum…

und ich bin ein wenig traurig, dass die Zeit hier so rennt!

Die letzten zwei Wochen waren vergleichsweise ruhig. Seitdem ich mich ans stundenlange Lesen in der Bibliothek gewöhnt habe und nun Masterin des skimming (schnell lesen aber trotzdem verstehen) geworden bin, läuft alles etwas entspannter. Meine Abschluss-Arbeiten für dieses Semester stehen nun bald an, welche ich mit gemischten Gefühlen betrachte: Einerseits bin ich froh, dass ich bald einfach nur frei habe und mir nicht permanent Abgabetermine um den Kopf kreisen, andererseits bin ich traurig, dass ich so manchen Kurs (und Prof) nicht mehr haben werde. Nach Thanksgiving (diesen Donnerstag) und einem verlängerten Wochenende (welches ich in Seattle verbringen werde), geht’s ran an die Buletten: 3 lange Hausarbeiten (mindestens 15 Seiten), ein Essay und ein Französisch-Exam. Abgabetermine vom 13. – 18. Dezember.

Für meine Soziologie-Klasse führe ich gerade ein krass interessantes Projekt durch, mit dem ich herausfinden möchte, wie die internationalen StudentInnen am Reed ‚Feminismus‘ definieren und wie sich die Geschlechterverhältnisse von Land zu Land ihrer Meinung nach unterscheiden. Dafür habe ich an die fast 90 internationalen Studis Umfragen losgeschickt und habe ein ausführliches Interview („in-depth interview“) mit einer Studentin durchgeführt. Die Ergebnisse bisher sind fantastisch und lehrreich und das Projekt verwandelt sich langsam in ein richtiges Forschungsprojekt; es ist fast traurig, dass ich die Ergebnisse in ’nur‘ 15 Seiten quetschen muss.

Meine Hausarbeit für meinen ‚Vergleichende Politikwissenschaften‘ Kurs macht mir Angst, denn mein (deutscher) Prof hat meine letzte Hausarbeit in den Boden getrampelt und nun bin ich ein wenig nervös. Abwählen kann ich nicht, wenn ich nächstes Jahr meinen Abschluss machen will, aber so knapp durchkommen ist auch nicht gerade heldenhaft. Naja. Augen zu, Hirn mobilisieren und durch.

An die dritte Hausarbeit kann ich noch gar nicht denken, weil ich zu sehr mit der Auswertung des Projekts und mit der Angst vor der zweiten Hausarbeit beschäftigt bin und irgendwie auch gerade die Zeit geniesse, wo die Abgabetermine noch in relativ weiter Ferne sind…

Wie ihr seht, die Wochen sind gut mit Uni-Kram gefüllt, aber letzten Sonntag habe ich auch mal den Campus verlassen (!!) und war mit einigen Leuten aus dem Deutschen Haus bei einem deutschen Weihnachtsmarkt, wo ich mich mit gutem Misch- und Vollkornbrot eingedeckt habe. Das esse ich nun schon seit 3 Tagen und freue mich immer noch wie eine Schneekönigin. Brot und Butter. Hmmm.

Hier wieder ein paar Links (english)

Ein Priester in Greenville, South Carolina (ja, ja… nicht anders erwartet) verweigert Obama-WählerInnen die Kommunion, weil Obama ja bekanntlich für Abtreibung ist.

Für einige vielleicht nicht neu, aber ich hab conservapedia entdeckt, die konservative Version von Wikipedia also. Bitte probiert mal so Klassiker wie „communism“. Haha.

Und hier ein interessantes Taxi-Projekt von und für Frauen in Teheran, Iran (via BBC).

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