Amtseinführung Obamas (außerdem: wie Magda den Feueralarm auslöste)

Guten Abend. Ich bin gerade zurück nach Portland gekommen und dementsprechend sehr glücklich. Das ist aber nicht das wichtigste Ereignis heute, dem 20. Januar 2008, sondern selbstverständlich die Amtseinführung Obamas. (Inauguration). „Ein historischer slide_863_15123_large1Moment“ – wie mehrmals im amerikanischen Fernsehen erwähnt – war die Amtseinführung Obama’s allemal. Nach der wunderbaren Aretha Franklin, einem klassischen Quartett und einer nervösen aber berührenden Poetin Elizabeth Alexander wurde President Elect Obama Punkt 12 Uhr Mittag zum 44. Präsident der US of A – noch bevor er etwas stolperig aber symphatisch den Amts-Eid aufsagen konnte.

Seine Rede war wie immer intelligent, politisch korrekt und den-richtigen-Nerv treffend. Irgendwie gruselig.

Auf Sociological Images, meiner neuen Lieblingsseite, habe ich folgende Graphik gefunden, die nach Häufigkeit sortiert die Schlüsselwörter hervorhebt, die Obama in seiner Rede benutzte. Die gelb-hervorgehobenen Wörter sind jene, die verglichen mit anderen Amtseinführungs-Reden überproportional oft verwendet wurden.

inaugural_address1

Ich habe bis ungefähr 13 Uhr (bis ich zum Flughafen musste) und dann wieder im Flugzeug quasi den ganzen Tag CNNslide_863_15174_large geguckt und Obama auf jeden seiner Schritte begleitet. Inklusive seiner Party-Tour, bei der das frischeingeschworene Präsidenten-Ehepaar auf zehn Bällen kurze Reden hielt und jeweils ein Tänzchen hinlegte. Großes Thema ürbigens auch Michelle Obamas Kleid, welches laut einer „Fashion Expertin“ leider nicht überzeugte. Ich mag CNN. Wirklich. Aber Berichte über Michelle Obamas Garderobe (und die der anderen Damen des Abends) sind wirklich lächerlich.

Hier zwei interessante Links zu den Obama’s:

  • Obama ist nun Präsident. „Und nun?“ fragt sich Bernd Volkert in der Jungle World:

Was wird aus der riesigen Grassroots-­Bewegung, die Obamas Wahlkampf unterstützt hat? Wird sie in die Demokratische Partei integriert oder bildet sie künftig eine unabhängige politische Struktur

PS: Ich habe gerade den Feueralarm in meinem Zimmer aktiviert. Zu viele Kerzen, mit denen ich versucht habe, etwas Wärme in diesen kalten Raum zu bringen. Nach einem hektischen Kerzen-Auspusten und Fenster aufmachen ging der Alarm dann wieder aus. 5 Minuten später klopfte die Campus-Polizei an meine Tür, um sich zu vergewissern, dass ich das Reed College nicht abrenne. Ich habe überzeugend erklärt, dass ich ohne die Kerzen fast erforen wäre und mich tausendmal entschuldigt. Anstatt mich zu ermahnen, bemitleidete mich der Sicherheitstyp und meinte: „Ich will doch nicht, dass dir kalt ist!!“ und wünschte mir eine tollen Abend. Meinen Namen musste er trotzdem aufschreiben. Wahrscheinlich komm ich jetzt auf ’ne schwarze Liste.

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