himmelhochjauchzendzutodebetrübt

Mein Wochenende kann ich mit einem Wort beschreiben: himmelhochjauchzendzutodebetrübt (man nennt das compound word).

Freitag, der 13. (ui ui): Nachmittags hatte ich einen kleinen Auftritt mit meiner A Cappella Gruppe, um die neuen Möbel der Student Union (=SU, der Party-Saal) zu zelebrieren. Reedies finden die eigenartigsten Gründe um Parties zu schmeissen. Danach sind wir zu einem Vortrag zum Thema „Internationale StudentInnen und Steuererklärung“ gegangen, wo ich null verstanden habe. Weil ich hier für das deutsche Department arbeite, muss ich solch eine aber ausfüllen. Hmm. Abwarten und Kaffee trinken. Nachdem ich dann Freitag Abend ergebnislos versucht habe, mich mit dem wasserähnlichen Tequila in einer Bar in der Nähe des Campus  zu betrinken, bin ich relativ früh schlafen gegangen, weil wir Samstag eine Menge auf dem Plan hatten.

Samstag, der 14.: Morgens sind Maria und ich erst einmal fleißig ein paar Bahnen in der Schwimmhalle geschwommen, welches anschliessend mit einem exorbitant riesigen Frühstück zelebriert wurde (wer schwimmt, darf essen – insbesondere Schokoladen-Pancakes). Danach ging’s Downtown Richtung Shopping. Ich habe mir endlich einen Badeanzug besorgt, da ich in der Schwimmhalle wegen meines Fake-Shorts-und-Shirt-Badeanzugs schon giftige Blicke einfing. Für’s Protokoll: Badeanzüge sind nicht meine besten Freundinnen. Punkt.

[Um eure Phantasie ein wenig anzuheizen, wie ich in einem Badeanzug aussehen KÖNNTE, checkt mal folgendes YouTube Video aus (bitte ignoriert den bescheuerten Songttext, aber nehmt zur Kenntnis, dass einer der Tänzerinnen in Wirklichkeit ein Tänzer ist. Long live Beyonce).]

Nach dem erfolgreichen Erwerb eines Badeanzugs haben wir die Jungs (Remi und Piotr) getroffen, um ins Kino zu gehen. Nachdem wir mehrere Kinos im Umkreis abgeklappert haben, weil alle sehenswerten Filme ausverkauft waren, landeten wir in einem kleinen, ziemlich merkwürdigen Kino, in dem man im Kinosaal essen (bzw. schmatzen) darf. Der Film, Frozen River, war exzellent; das Tellergeklapper allerdings nervtötend.

Danach Pizza essen und dann schnell zurück zum Campus, denn wir wollten den 14. Februar gebührend feieren: Und nein, nicht etwa Valentinstag, sondern das bulgarische Weinfest!!! Es gab Käse, Brot und Wein für alle, und Tequila für Magda. Tja, nun kann ich nicht mehr behaupten, dass ich mich von Alkohol noch nie übergeben habe. Erst neben’s deutsche Haus (was für ein starkes Statement, by the way) und dann in meinen Papierkorb. Unglaublich, wie weinerlich betrunkene Menschen (beziehungsweise ich) werden können. Die internationale Gang hat sich aber liebevoll um mich gekümmert, mir die Hand gehalten und mich dann ins Bett gebracht.

Sonntag, der 15.: Interessanterweise wache ich am nächsten Morgen völlig munter auf und mache mich auf in die Bibliothek. Alkohol ist leider keine Entschuldigung fuer Arbeitsverzögerung. Meine erste Arbeit ist schon wieder abgegeben. Abends hatte ich Probe mit meiner A Capella-Gruppe, in der wir entschieden haben, dass wir höchstwahrscheinlich den oben verlinkten Song singen werden. Beyonce A Cappella? Wir werden sehen.

In den letzten Tagen bin ich ziemlich sentimental, denn langsam dämmert es mir: In ein paar Tagen bin ich 6 Monate hier. Mir bleiben also nur noch ungefähr 4 Monate, bevor ich nach Berlin zurückfliege (sozusagen in das richtige Leben), was mich gleich einmal in eine existentielle Krise gestürzt hat. Ich habe noch so viel vor, und weiss, dass ich dann eine Menge hinter mir lassen muss…

Derweil werde ich mich mit ein paar Folgen „Target Women“ von Sarah Haskins aufmuntern. Hier eine zu Schokolade und hier eine zu Online Dating.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: