Workshop: „White Privilege – Blinded by Whiteness“

Heute habe ich einen Workshop mitgestaltet, der die Konstruktion von „Weißheit“ und die damit verbundenen Privilegien kritisch untersucht. Ich war für die Gruppendiskussion verantwortlich (dass jede/r mal drankommt etc.) , was aber problemlos verlief, da wir letztendlich nur 12 Leute waren. Den Workshop hat eine Psychologin geleitet, die eine 680 (!) seitige Dissertation schrieb mit dem Namen: „Blinded by Whiteness: Understanding and Transforming Internalized Racism and White  Privilege“ (Geblendet von Weissheit: Internalisierten Rassismus und „White Privilege“ verstehen und transformieren).  Die Beschreibung war wir folgt:

This workshop will plumb the depths of American history and explore the roots of racism in America as a means to illuminate the ways racism is both institutionalized and internalized. This will allow us to identify some of the ways racist worldviews permeate our society and imagine ways to improve it. It will be conducted by Dr. Nancy Rogene, author of a 680-page dissertation on racism as a complex of the American cultural psyche.

Wir haben folglich die historische Entwicklung und Institutionalisierung von „White Privilege“ in europäisch-amerikanischer Geschichte untersucht und diskutiert, welche Auswirkungen das auf die heutige amerikanische Gesellschaft hat. Stichwort: Gesundheitssystem, Gefängnissystem, Wirtschaft und Ausbildung. Einer der prominentesten Forscher und Sprecher zu diesem Thema ist Tim Wise, der von dem neuem „Rassismus web 2.0“ spricht, der weniger offensichtlich, aber genauso gefährlich ist. Hier ein beeindruckendes Video:

Wer ein wenig mehr Interesse hat, checkt mal folgende Bücher aus:

Angela Davis – Are Prisons Obsolete? (2003)

Paula S. Rothenberg: White Privilege (2007)

Time Wise – Between Barack and a Hard Place: Racism and White Denial in the Age of Obama (2009)

Und hier noch die seeehr interessante Studie, die Tim Wise im Video erwähnte, in der 5000 identische Job-Bewerbungen rausgeschickt wurden, jeweils versehen mit „weiß“ oder „schwarz“ konnotierten Namen und man herausfand, dass die Antwort-Rate auf von angeblich weissen BewerberInnen geschriebenen Bewerbungen 50% höher war. Die Antwortrate war erst ungefähr gleich, als man durchschnittlich qualifizierte Bewerbungen von weissen BerwerberInnen gleichzeitig mit überdurchschnittlichen Bewerbungen (im Durchschnitt 8 Jahre mehr Erfahrung) von schwarzen BewerberInnen abschickte.

Are Emily and Greg more employable than Lakisha and Jamal? A field Experiment in Labor Market Discrimination“ (2003, pdf)

https://i2.wp.com/www.bloomingtonalternative.com/f/imagecache/upto_275x350/f/cartoons/whitepriv.jpg

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: